Neapel ist ueberall

CalBaer, Sonntag, 20.11.2016, 02:40 (vor 3399 Tagen) @ zip3084 Views

Ich kann Dir aus dem Hut so etliche Szenarien beschreiben, bei der die Tesla-Software versagen wird - nicht nur in Neapel, sondern auch vor Musks Haustuer.

Autonome Fahrsysteme duerfen nur nach den Verkehrsregeln fahren, andernfalls werden sie gar nicht zugelassen. Sie werden zwar Unfaelle vermeiden, allerdings werden sie auch zum Verkehrshindernis, weil Verkehrsregeln fuer Menschen nur eine Maximalorientierung sind, aber nicht immer eingehalten werden.

Handzeichen als auch Signale (z.B. Blinken) sind Teil der Verkehrsregeln. Ob eine Software jemals Handzeichen erkennen kann, wage ich zu bezweifeln. Ein Mensch kann Handzeichen gut deuten - selbst durch eine halbbeschlagene oder reflektierende Scheibe, aber eine Software von einem Kamerabild (begrenzter Dynamikumfang)? Nach meinem Wissensstand koennen diese Systeme derzeit nicht mal Blinksignale erkennen.

Im Engineering gibt es eine alte Weisheit: Was nicht getestet ist, funktioniert auch nicht. Mann kann mit Standardtests zwar schnell 99% der Funktionalitaet pruefen, aber der Testaufwand steigt exponentiell. Fur 99,9% Testabdeckung ist der Aufwand um ein Mehrfaches hoeher, fuer 99,99% nochmal eine Mehrfaches von 99,9% usw. usf. Um auf eine aktzetable Fehlerquote zu kommen, wird man viele Milliarden Testkilometer absolvieren muessen, selbst wenn das System ausgereift ist.

Fuer wirklich vollautonomes (faherloses Fahren setzt das ja voraus) Fahren muss die Technik noch erfunden werden (bessere Kameras, handliche KI-Systeme) und es werden noch einige Jahrzehnte vergehen. Bis dahin werden es nur bessere Assistenzsysteme sein.

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