Die Hoffnung stirbt zuletzt…
Hallo Nico,
Erkenntnis an sich ist schon anstrengend. In diesem Sinne gebührt der Respekt
in diesem Forum Dottore, der diese Anstrengung – das zu Ende denken und auf-
schlüsseln des debitistischen Kettenbriefes – geleistet und damit zumindest
einige Menschen zum Nachdenken angeregt hat. Die Schlussfolgerung dieser
Erkenntnis müsste dahin führen, den Machtfaktor Geld zu erkennen und
Maßnahmen zu treffen, damit diese Schuldenspirale nicht das Leben sämtlicher
Menschen auf diesem Planeten bestimmt und in den Abgrund reißt. Wir betrachten
diesen Vorgang in Zeitlupe und glauben immer noch daran, dass jemand kommt
und die Situation ändert. Aber genau das geschieht nicht. Trump müsste die
Banken abschaffen oder ihnen zumindest einen großen Teil ihrer Macht nehmen.
Das wird er nicht tun. Bisher ist er nur ein Großmaul, der vollmundige Töne
spuckt. Wir werden mit der Zeit sehen, ob er wenigstens einige dieser Versprechen
halten kann. Ich würde es mir wünschen. Aber an dem Glauben, dass Trump die
Banken-Mafia zu Fall bringen wird, habe ich meine Zweifel.
Die Heilung findet meiner naiven Vorstellung nach nur dann statt, wenn:
– Jemand geistig in der Lage ist, über das Finanzsystem hinaus zu denken
– Das Finanzsystem so verändert, dass Schulden nicht mehr der Haupt-
faktor des Wirtschaftens sind
– Ein System entwickelt wird, das sich den Wohlstand nicht auf Kosten der
Zukunft erkauft, sondern in der Lage ist, einen Ausgleich zu schaffen
Dies alles traue ich Trump nicht zu. Es ist meiner Meinung nach nicht seine Aufgabe
und nicht sein Ziel. Er wird versuchen den Größenwahn der Clintons und Co.
einzudämmen um wenigstens einen Teil der US Macht zu retten. Und damit
Revolten im eigenen Land verhindern. Denn das wäre das Ende des Imperiums.
Seine Aufgabe ist meiner Ansicht nach nur, das Imperium neu aufzustellen und
den ganzen sozial-romantischen Sektor abzuschaffen. Er ist immerhin nicht so
dumm wie die Clintons, die sich in globalen Kriegen aufreiben und nur durch
ihre Hybris, ihre permanenten Medienlügen und Kriminalisierung Andersdenkender
über Wasser halten können. Er ist halt der ehrlichere Typ, aber keiner der sich
gegen die Geldmacht stellt, sondern bestenfalls mit ihr verhandelt. In beider-
seitigem Einvernehmen selbstverständlich. Wahrscheinlich ist er auch nur der
nützliche Idiot, der das System kontrolliert in den Abgrund führt, so dass die Elite
sich noch vorher in Sicherheit bringen kann. Die Rolle des Revoluzzers ist bloß
sein Image, von PR Beratern zusammen konstruiert.
Gruß
nemo