Das ganze Thema ist ein schlechter Witz
Hallo CM!
Du schreibst: Das Problem für den hochdotierten Spitzensportler ist jedoch, daß er auch dann i.d.R. seine Sponsoren verliert, wenn er bei der Einnahme (noch) nicht verbotener leistungssteigernder Substanzen erwischt wird.
Das ist Heuchelei in Vollendung.
Der Sponsor „holt“ sich den Sportler ja nur, weil er ohnehin schon erfolgreich ist oder zu werden scheint. Mit seinem oder ihrem Erfolg möchte er für SICH werben.
Da er i.d.R. in den entspr. Werbeverträgen hoch und heilig versichert hat, so etwas nicht zu tun, folgt regelmäßig auch noch die Strafverfolgung wegen Betruges u.dgl., denn er hat sich seine Werbeeinnahmen ja unredlich erschlichen, vgl. den Fall Lance Armstrong.
Das ist ziemlich lachhaft, denn dann müßte z.B. ein Versicherungsvertreter der Gesellschaft erklären, ich kann nur dann ihre Verträge an Kunden verkaufen, wenn ich sie auf alle enthaltenen Fußangeln und Nachteile hinweise. Der Mann würde sofort entlassen oder niemals eingestellt.
Die meisten Geschäftsmodelle basieren auf solcherart Betrug, der einfach nur legalisiert wurde.
Nur die Sportler dürfen nicht nach den Pillen greifen, die Opern-Diva darf das schon, wie kürzlich Wolfgang Herles im Gespräch mit Ken Jebsen erläuterte.
Um eine Wagner-Oper in Topform durchzusingen, muß sie zwangsweise etwas für die Stimme tun.
Das was sie tut, ist in ihrer Branche legal, im Spitzensport ist es das jedoch nicht.
Wenn der Investmentbanker sich was einwirft ist das auch legal, es ist ja nur seine Gesundheit.
Während man früher in der Wirtschaft Hochleistungssportler wegen ihres Leistungswillens und ihrer allgemeinen Disziplin gerne bevorzugt eingestellt hat, könnte ich mir gut vorstellen, daß ein solches Überwachungsregime auch andere, psychologisch problematischere, Sportler-Persönlichkeiten hervorbringt, die sich mehr in Richtung angepaßter Duckmäuser orientieren.
Sie machen aus der Not eine Tugend.
Sie kämpfen dann sogar gegen Doping, obwohl sie dafür eigentlich ausgelacht werden müßten. Aber das SYSTEM will es so.
Der Typus a) wird es aus zwei Gründen immer seltener auf's Siegertreppchen schaffen:
Der Typs a) stand bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften in den letzten 30 Jahren höchstwahrscheinlich noch nie auf dem Siegertreppchen, zumindest wenn es um Kraftsportarten ging.
Das wissen alle, die ein wenig mit Leistungssport zu tun hatten.
Wer glaubt, daß sich der Massensport noch einmal aus diesem ökonomischen Klammergriff erfolgreich befreien kann, der träumt.
Der Satz gehört ganz fett gedruckt den Strafverfolgern auf die Stirn geklebt und dieser hier kann im Bundestag als Transparent aufgehängt werden:
Ob es nun Staatsdoping ist, wie hinsichtlich Rußland behauptet, oder einfach bewußte Doping-Überwachungslücken, wie z.T. in USA, die man nicht anders erwarten kann von 'demokratisch gewählten' Volksvertretern, die selbst eine einzige Baggage von Säufern und Koksern zu sein scheinen, die Vermarktungsgesetze sprechen dagegen.
Da muß ich doch glatt den Videolink von @Nico nochmals einstellen.
Ob das wohl Gummibärchen sind? ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
https://www.youtube.com/watch?v=jVtxn_QysDc
mfG
nereus