Vorsorge und Rente
Da bist Du ähnlich pessimistisch wie Silke. Fakt ist aber, dass die Rente
bis heute IMMER gezahlt wurde und sich die Menschen darauf verlassen
konnten.
Naja, nur weil die bisher immer in der BRD gezahlt wurde, heißt das ja nicht, dass sich die Menschen darauf verlassen konnten. Aber ja, du hast natürlich Recht - bisher lief das. Du hast aber doch schon selbst geschrieben, dass jährlich der Steuerzahler 70 MRD dazu zahlen muss, damit das zur Zeit noch geht. Wenn du dir diese Entwicklung ansiehst, wirst du feststellen, dass das immer mehr wird, was da zugezahlt werden muss. Gleichzeitig erhöhen sich die Schulden, außerdem vermindern sich die Vermögen der breiten Masse, außerdem erhöhen sich die Steuern. Das geht halt nicht ewig. Aber darüber kann man spekulieren, bis man blau wird. Meine Prognose: Irgendwann Anfang der 20er Jahre wird da großräumig was umgestellt und das hat zur Folge, dass man de facto weniger von der Rente hat als man bisher hatte/glaubte zu haben.
Das ist unabdingbar für einen funktionierenden Staat. Kommt die
Rente nicht mehr, ist der Staat am Ende.
Uff, also es gibt auch Staaten, wo keine Rente staatlich organisiert ist. Ich sehe da keinen Zusammenhang.
Eine Privatvorsorge ist m.E. nicht sicherer, wie aktuell das Problem mit
den privaten Lebensversicherungen zeigt. Kommen die Privaten in Schieflage,
ist möglicherweise die ganze Vorsorge futsch, wenn nicht doch am Ende der
Staat einspringt.
Ich stimme zu.
Ein Land wie Deutschland kann es sich niemals leisten,
dass am Ende Millionen Betrogener auf der Straße sitzen und betteln gehen.
Das heißt natürlich nicht, dass das nicht so kommen kann.
Genau, irgendwann holt die Realität auch die Politik ein.