In aller Kürze

Phoenix5, Sonntag, 23.10.2016, 21:29 (vor 3424 Tagen) @ burakumin2490 Views

Selbstverständlich gibt es Normierungen dieser Begriffe

Nein, gibt es nicht. Jedenfalls nicht vom Begriff "Patriarchat", es sei denn deine Interpretation davon ist die Norm. Natürlich hätte ich präziser sein können und von einer patrilinearen, (früher patrilokalen), patrifokalen, paarfamiliären, monogamen, hierarchischen, auf Befehlsgewalt beruhenden (kephal), staatlichen, massenkollektivistischen, auf Privatbesitz und/oder Eigentum basierenden Gesellschaftsstruktur sprechen können. Macht dich das glücklicher?

Allerdings beziehe
ich mich nicht nur auf diese beiden Begriffe sondern auch auf Dein
Verständnis anderer Begriffe wie Natur, z.B.: "Ich halte das
Patriarchat für natürlich, weil für mich Natur alles ist, was ist.
"

Was natürlich oder unnatürlich ist, entscheidet wohl noch immer das Subjekt bzw. ist letztlich ideologiebegründet. Ich folge der Ideologie, dass Natur alles umfasst - kippende Gewässer ebenso wie eine patriarchale Gesellschaftsstruktur des Homo sapiens.

Diese Deine Aussage schließt Abstraktionen ("das Patriarchat") mit ein.
Also Modelle, die das Natürliche, so wie Du es verstehst ("alles, was
ist"), vereinfachen, verzerren oder reduzieren. Ein verzerrtes Abbild wäre
nach Deiner Auffassung also das Objekt selbst und das ergibt für den
Nicht-Soziologen nicht allzu viel Sinn.

Wenn ich also die Natur insgesamt betrachte, darf ich die Gesellschaftsstruktur von Wölfen oder Ameisen nicht mehr in Begriffe gießen?

Wir haben also im vorliegenden Fall die Natur nach Deinem Verständnis als
"alles, was ist". Hier also zwischenmenschliche Interaktion als Gegenstand
der Betrachtung. Dieses Verhalten wird nun von Dir nach Gusto ("Kontext")
interpretiert und mit Begriffen versehen. Es werden phantastische Thesen
aufgestellt über das was angeblich mal war und das was ganz bestimmt mal
sein wird.

Versteh ich nicht.

Als Ergebnis steht dann ganz konkret (="alles, was ist") Folgendes im
Raum:

1. Zwischenmenschliche Interaktion
2. Papier in Buchform

Du behauptest nun, dass Nr.1 und Nr.2 identisch seien.

So wenig wie Naturwissenschaft und die realen Vorgänge der Natur identisch sind (was "real" ohne anschauendes Subjekt auch immer im Konkreten bedeuten soll). Natürlich sind all das Abstraktionen, Musterfindungen und Unterscheidungsoperationen. Wirklichkeit (das was wirkt) und Realität sind eben unterschiedliche Dinge. Von diesem Standpunkt aus, dürfte man auf empirischer Basis gar keine Muster mehr finden und in die Zukunft extrapolieren.

Tja, und hier liegt wohl auch der Hund begraben. Meiner Ansicht nach ist
das Verlinkte ein Haufen Geschwafel und die Soziologie eine
Geschwätz-Wissenschaft ohne jeglichen Wert. Soziologie - die Mutter der
Gender-Studies! Und damit ist doch eigentlich auch schon alles gesagt.

Ist doch schön, wenn man die Welt simplifizieren kann.

Weißt Du, diese Art von Zynismus würde mir augenblicklich vergehen, wenn
ich nicht gezwungen wäre, diese Geschwätz-Wissenschaften mit meinen
Steuerzahlungen zu alimentieren.

Mich alimentierst du nicht. Ich bin Nettosteuerzahler im Hamsterrad.

Gruß


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