Erfahrungen mit Statinen
Hallo Rainer.
Mediziner bin ich nicht.
Meine folgenden Ausführungen bitte unter dem Aspekt des Einzelfalls sehen, beschrieben von einem Laien.
Vor etwa fünf Jahren hat mir der Doc ein Statin verschrieben, da mein Gesamtcholesterinwert bei etwa 280 mg/dl (entspricht 7,24mmol/l) gemessen wurde.
Trotz meiner Bedenken habe ich die Tabletten genommen.
Die Nachmessung ein paar Wochen später ergab dann auch einen Gesamtcholesterinwert von unter 200 mg/dl (entspricht 5,17 mmol/l). Allerdings musste ich neben dem Absinken des Cholesterinwertes auch ein (deutliches) Abnehmen der Libido verzeichnen.
Dies führte zum Wechsel des Medikaments:
Cholesterin weiterhin unten, Libido auch 
Daraufhin habe ich das Medikament ausgeschlichen und beides hat sich wieder auf das Vorher-Niveau eingependelt.
Der Arzt meinte, dass ich mit dieser Nebenwirkung ein Einzelfall sei.
Ich führe die Nebenwirkung darauf zurück, dass Cholesterin an der Bildung von Hormonen beteiligt ist.
Diese Geschichte ist jetzt etwa fünf Jahre her (ich bin jetzt 60 Jahre alt) und meine Arterien zeigen keine Verengungen auf (soweit bisher gemessen).
Außerdem trifft noch folgendes auf mich zu:
Meine Blutdruck ist im guten Bereich
Meine Triglycerid – Werte sind gut
Ich habe „Normalgewicht“, bin Nichtraucher, trinke keinen Alkohol und esse keine Tiere (dafür viel Gemüse)
Mein HDL-Cholesterin (also „das Gute“) liegt bei 60mg/dl (entspricht 1,55 mmol/l), also recht hoch.
Warum ich unter diesen Voraussetzungen relativ hohe Gesamtcholesterinwerte habe, liegt wahrscheinlich an einer familiären Disposition.
Bevor jemand Statine einnimmt sollte er/sie mMn das Buch „Die Cholesterin-Lüge“ von Walter Hartenbach lesen.
Ein Punkt des Buches ist die Aussage, dass durch Statine zwar das Gesamtcholesterin signifikant gesenkt wird, dies aber quasi keinen Einfluss auf die Lebenserwartung hat(siehe dazu auch obige Antwort von Gaby).
Zum ASS.
Dazu kann ich aus meiner persönlichen Erfahrung nichts beitragen.
Ich habe aber gelesen, dass es eine Reihe von Personen gibt, die bei langfristiger ASS-Einnahme Magenprobleme bekommen haben.
Die Einnahme von ASS soll ja die Fließeigenschaft des Blutes verbessern. Das Blut gerinnt langsamer.
Dies sollte man beachten, wenn man „größere Projekte“ beim Zahnarzt plant und z.B. auch bei Spiegelungen (Magen, Darm). Bei einer Notfalloperation könnte die verzögerte Blutgerinnung sich ebenfalls unangenehm bemerkbar machen.
Ich bin weit davon entfernt, Dir einen Rat zu geben, wollte aber meine persönlichen Erfahrungen mit Statinen und meinen bescheidenen Kenntnisstand zum ASS weitergeben.
Grüße
Barni
Edit:
Link zu ASS und mögliche Nebenwirkungen:
http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Die-gefaehrlichen-Nebenwirkungen-von-Aspirin,aspi...
Und noch eine NDR-Doku (YouTube, ca.45 Minuten):