Deine Fragen zu Basisswaps der großen Notenbanken

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Freitag, 07.10.2016, 00:08 (vor 3488 Tagen) @ BillHicks1523 Views

sprichst Du von den Swap-Linien der C6 (FED, EZB, BoE, SNB, BoJ, BoC) oder
meinst Du Basisswaps mit anderen Zentralbanken?

Von den sechs genannten, aber ich rechne mit einer Ausweitung der Teilnehmerzahl im Fall der Fälle...

Bei Zentralbank-Swaps spielen die Wechselkursrisiken soweit ich weiß im
Allgemeinen keine Rolle, weil die Forward-Rates dem aktuellen Spot
entsprechend gewählt sind (!) und so entstehen auch bei
Wechselkursänderungen nur implizite Gewinne/Verluste. Da die ZBen ihre
Bücher in der eigenen Währung führen spielen diese impliziten
Gewinne/Verluste bei Wechselkursänderung keine Rolle für die Solvenz der
ZBen.

Die Wechselkursbewegungen spielen keine Rolle, solange noch kein anfänglicher Währungstausch stattgefunden hat. Sobald das passiert ist, hast Du, von den zwischenzeitlichen Zinszahlungen mal abgesehen, einen nackten Forward da stehen, also ein Termingeschäft, das je nach Währungsentwicklung einen positiven oder negativen Marktwert hat.

Jetzt könnte man meinen, das sei ja egal, weil die ausländischen Notenbanken ja spiegeldbildlich auch Basisswaps mit ihren Inlandsbanken abgeschlossen haben. Was passiert, wenn diese ihre Fremdwährungsverbindlichkeiten nicht mehr bedienen können? Dann muss die Notenbank die Devisen eindecken oder die Basisswaps zu vermutlich ungünstigeren Konditionen prolongieren.

In jedem Fall aber erleidet die Notenbank dann Verluste, weil die verliehenen Devisen mehr wert geworden sind.

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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