Frage zu Zentralbank-Swaps.
Hallo CalBaer,
Hallo paranoia,
Zudem koennen Notenbanken nie pleite gehen, fuer einen Investor sollte
die
SNB-Aktie eigentlich ein voelliger No-Brainer sein.
Natürlich können sie das.
Lass es mal kriseln, dann schließt die Fed wieder Basisswaps mit
ausländischen Notenbanken ab.
Die haben dann Devisenschulden und diese müssen sie die ausländischen
Notenbanken irgendwann einmal tilgen.
Bei steigenden Dollar gibt es dann Probleme.
sprichst Du von den Swap-Linien der C6 (FED, EZB, BoE, SNB, BoJ, BoC) oder meinst Du Basisswaps mit anderen Zentralbanken?
Bei Zentralbank-Swaps spielen die Wechselkursrisiken soweit ich weiß im Allgemeinen keine Rolle, weil die Forward-Rates dem aktuellen Spot entsprechend gewählt sind (!) und so entstehen auch bei Wechselkursänderungen nur implizite Gewinne/Verluste. Da die ZBen ihre Bücher in der eigenen Währung führen spielen diese impliziten Gewinne/Verluste bei Wechselkursänderung keine Rolle für die Solvenz der ZBen.
Unabhängig davon sind Zentralbanken eben auch Banken. Als Bank der Banken müssen ZBen auf ihre Solvenz sehr wohl achten und dazu können sie nicht beliebige Aktiva (insbesondere können sie nicht ausschließlich ewig lauende und vielleicht gar unverzinsliche Pseudoforderungen gegen die öffentliche Hand) halten, sondern sie tun gut daran auch Forderungen gegen Private zu halten um als Bank der Banken an der Spitze der Hierarchie (des jeweiligen Währungsraums) bleiben zu können.
Aber Zentralbanken haben ganz sicher einen nicht-bilanzierten Solvenz-Put der öffentlichen Hand, den so in der Form keine andere Bank hat, weshalb sie nicht nur Bank der Banken sondern auch Staatsbanken sind.
Gruß
paranoia
Schöne Grüße
--
BillHicks
..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.