Erdleitungen sind noch NICHT Stand der Technik. Siehe hier: (mT)

DT, Donnerstag, 29.09.2016, 16:27 (vor 3444 Tagen) @ DT2491 Views

Angeblich gibt es so großen Widerstand der Bevölkerung. Aber die jetzigen
Stromtrassen liegen ja auch schon da, und ob da noch eine Leitung parallel liegt, macht ja nichts.

http://www.energiespektrum.de/index.cfm?pid=1705&pk=90933#

Ich denke, das ist eine riesige Geschäftemacherei. 8 Mio EUR pro km, das ist ja so teuer wie eine Autobahnbrücke!

Zitat:

"Der Stromtransport im Höchstspannungsbereich erfolgt fast ausschließlich über Freileitungen. Allerdings gibt es gegen deren Ausbau in vielen Gebieten starken Widerstand der Bevölkerung.

Um die Akzeptanz der neuen 380-kV-Trassen zu erhöhen, sollen Erdkabel dort verlegt werden, wo die Trassen in besonderer Nähe zu Wohnbereichen verlaufen. Rechtliche Grundlage für Erdverkabelungen in Deutschland ist das Energieleitungsausbaugesetz des Bundes vom vergangenen Jahr. Dieses ermöglicht den Test von Erdkabeln auf wirtschaftlich und technisch effizienten Abschnitten einzelner Pilotstrecken.

Die transpower Stromübertragungs GmbH startet in diesem Zusammenhang ein Pilotprojekt zur Verkabelung im Höchstspannungsnetz. Die Gesellschaft plant den Einsatz von Erdkabeln auf einem rund 8km langen Streckenstück in der Nähe von Ganderkesee. Für das Projekt soll im Frühjahr das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Mit dem erdverkabelten Teilstück der rund 60km umfassenden Trasse von Ganderkesee nach St. Hülfe bei Diepholz will das Unternehmen Erfahrungen beim Bau und Betrieb von 380-kV-Kabeln sammeln. Daher begleiten Experten der Universitäten Hannover und Delft das Projekt wissenschaftlich.

Lange Reparaturzeit

Durchgeführt wird unter anderem ein Onlinemonitoring zur Messung von Betriebseigenschaften und Betriebsgrößen. Die Wissenschaftler untersuchen auch die thermischen Auswirkungen der Kabelanlagen auf das umgebende Erdreich.

Erdkabel sind im Höchstspannungsbereich noch nicht Stand der Technik. Weltweit sind erst Systeme mit einer Gesamtlänge von weniger als 100km in Betrieb – insbesondere in innerstädtischen Bereichen.

Als problematisch bewerten Fachleute derzeit die langen Reparaturzeiten. Nach Untersuchungen des International Council On Large Electric Systems beträgt die durchschnittliche Reparaturdauer eines Höchstspannungs-Erdkabels rund 25 Tage. Zum Vergleich: Freileitungen sind im Durchschnitt nach rund 3,5 Stunden repariert.

Die Schwachpunkte der Erdkabel liegen nach Angaben von transpower-Geschäftsführer Martin Fuchs vor allem bei den Verbindungsstücken der einzelnen Kabelabschnitte. Aufgrund des hohen Gewichts der Kabel können nur etwa 900 m Kabel am Stück transportiert werden.

Die 8,3 km lange Erdkabelverbindung bei Ganderkesee wird mit vier Kabeltrassen ausgeführt. Jede enthält drei Kabel. Damit sind allein zur Verbindung der Erdkabel auf diesem vergleichsweise kurzen Teilstück mehr als 100 Muffen erforderlich.

Die Kabel liegen in rund 1,7 m Tiefe in einer hoch wärmeableitenden Betonbettung. Alle 900 m sind Muffenbauwerke entlang der Trasse zu sehen. Die aufwendige Technik erklärt auch die im Vergleich mit Freileitungen hohen Gestehungskosten. Das Unternehmen kalkuliert mit Summen von rund 8 Mio. € pro km Erdverkabelung. Die Freileitung liegt dagegen bei rund 1,2 Mio. €."

Wenn das der Inscheniör Euklid noch erlebt hätte. Der sitzt auf seiner Wolke und lacht über uns!


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