Der Mensch ist individueller und komplexer, als dass du alles Suchtverhalten in denselben Topf werfen kannst.

Nonpopulo, Dienstag, 27.09.2016, 20:08 (vor 3444 Tagen) @ Gaby2477 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.09.2016, 20:12

Und weil Dopamin in einer uralten Hirnregion gebildet wird und nicht nur
für Belohnung, sondern auch für Lernen zuständig ist, kriegt man die
"Sucht" auch nie wieder wirklich los (und schon gar nicht nach sechs
Wochen). Das Ding sitzt (Verkoppelung Belohnung/Glücksgefühl mit Computer
in diesem Fall). Nur Umlenken kann man es, indem man andere Wege findet,
das Dopamin zu triggern.

Da werden dir die meisten Ex-Nikotiner und -Alkis aber widersprechen. Sie haben einfach gelernt, auf den Dopamin-Kick zu verzichten (wenn man Sucht aus der Dopamin-Perspektive betrachten will, was nicht die alleingültige ist).

> Die Erklärung ist also falsch. Und "psychotisch" wird man davon schon
[quote]gleich dreimal nicht. Klar ist es kritikwürdig, dass so viele Kids vor
Computer, Tablet etc hängen. Aber Kirche bitte im Dorf lassen.
[/quote]

Sucht kann relativ oberflächlich oder sehr tiefgreifend in der charakterlichen Struktur verankert sein. Da wo es tiefgreifend verankert ist, gibt es kaum ein Entkommen, selbst wenn die Sucht weniger stark zutage tritt als bei einem oberflächlichen Süchtigen.

> Weißt Du, was ne echte Psychose ist? Da willst Du aber nicht mit im Raum
[quote]sein. Und Heroin ist eine wirklich weitaus dreckigere Droge.
[/quote]

Das dachte ich auch, bis ich diese Doku gesehen habe. Seither bin ich der Meinung, dass Videospielsucht extremere Formen annehmen kann als Heroinsucht.

Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby


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