Mietshäuser haben auch ihre Einbruchspezialisten, vor allem in Städten

Literaturhinweis, Samstag, 24.09.2016, 20:25 (vor 3447 Tagen) @ Hasso3670 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 24.09.2016, 20:28

Was sagt Deine Expertise dazu?

Das ist etwas viel der Ehre, als ausgesprochenen Experten würde ich mich auf diesen Gebieten nicht bezeichnen, aber, abgesehen vom Eigeninteresse jedes Menschen, der durch Einbruch etwas zu verlieren hat, mache ich das, was Bibliographen so machen: Informationen sammeln und auswerten und nach der Vertrauenswürdigkeit der Quelle hierarchisieren.

Zu den Fragen:

Aber eine Frage:
Dabei fällt mir auf, dass "bei uns" zu praktisch 100% EFHs oder andere freistehende Gebäude (Weingüter und andere gewerbliche Gebäude, Kitas, Sportvereine etc.) heimgesucht werden.
Immer regional gehäuft.
Woche 36: Dorf A, Woche 37: Kleinstadt B, Woche 38: Umkreis Kleinstadt C... und so weiter. Also mit echtem "System"... alle Achtung.

Ja, diese (oft osteuropäischen) Einbrecherbanden nehmen sich meist bestimmte Ortschaften nacheinander vor. Man darf nicht vergessen: anders als Gelegenheitskriminelle, gehen diese überwiegend professionell vor, und das bedeutet u.a. Observation der Objekte, Zugänge und Fluchtwege auskundschaften, Sicherungen, Alarmanlagen, Hunde, Nachbarschaftshilfe "checken" u.v.a.m.

Die klassische "Wohnung" in einem MFH wird bis dato "verschmäht".

Von denen möglicherweise. Die sind halt auf bestimmte, in dem Falle ländliche, Gebiete spezialisiert. Das hat u.a. damit zu tun, daß die Flucht in Städten deutlich komplizierter ist und daß in Städten, auch wenn man sie nicht sieht, sehr viele Zivilstreifen unterwegs sind. Das sah man deutlich beim Sonboly-Attentat in München, als plötzlich lauter leicht bekleidete Polizeikräfte mit Warnwesten auftauchten.

In ländlichen Gebieten fahren die nur "im Dorf" herum, wenn es konkrete Anlässe gibt. In den Städten sind sie vor allem wegen Drogenobservation überall.

Vermutlich zu kompliziert (Erst massive Eingangstür, dann langes Treppenhaus... erst dann kommt die Wohnung[[freude]]) und zu wenig gewinnträchtig.

Also das ist unterschiedlich. In Köln hat sich z.B. in den achtziger Jahren eine Aufbruchmethode etabliert, da gehen die am Vormittag (wenn alle auf der Arbeit, Hausfrauen und Rentnerinnen mit ziemlicher Sicherheit beim Einkaufen sind) in Mietshäuser und treten, wenn alles im Treppenhaus ruhig ist, mit einem Tritt eine Wohnungstür ein. Dann warten sie mehrere Minuten und wenn niemand im Haus nachsehen kommt, schauen sie geschwind und geübt nach Wertgegenständen und verschwinden ungesehen. Nur Fußabdrücke kann die Polizei später sichern.

Aber die erwähnten Banden haben halt eine andere Ausrichtung.

Ist die echte "klassische MFH-Wohnung" evtl. die beste Alternative in unruhigen Zeiten? Für Senioren ohnehin oft die beste Lösung, wenn ein teurer Aufzug vorhanden ist.

Dafür fallen solche Senioren leider immer öfter auf den "Enkeltrick" herein. Mehrere zehntausend Euro pro Senior im Mietshaus sprechen eher dagegen, daß "Mieter nichts auf der Naht" haben.

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