OT: Ratgeber Einbruchschutz 03: Tür-, Fenster- / Rolladensicherungen, Geräuschsimulatoren, Vorhängeschlösser, Beschläge etc.
Dies ist der nunmehr dritte Teil einer kleinen Reihe von Ratgebern zum Einbruchschutz und Schutz gegen Diebstähle. Wie allgemein bekannt, nehmen Wohnungs-Einbrüche eklatant zu, was allerdings nicht einseitig mit der Zuwanderung aus Nordafrika erklärt werden kann. Unter den Neu-Zuwanderern befinden sich eher Taschendiebe und "Antänzer", die Einbrecherbanden sind derzeit meist eher osteuropäischen Ursprungs, verstärkt etwa aus Rumänien.
Das Thema und evtl. Schutzmaßnahmen waren hier schon oft Thema, inkl. der Selbsthilfe.
Erschienen sind ja schon Beiträge zur Selbstverteidigung mit und ohne Waffen, zum Waffenrecht, zu Bürgerwehren und deren netzunabhängiger Kommunikation und zur Frage der Zuwandererkriminalität. Diese Beiträge betrafen mehr die "aktive" Seite des Schutzverhaltens.
Beim physischen und passiven Schutz geht es vor allem um Einbruchschutz allgemein (dieser Beitrag), d.h. Verstärkung von Fenstern, z.B. mit Teleskopstangen und Fenstergriffe/schlösser, Fensteralarmen oder von Türen, gesicherten Rolläden usw.
Die Themen Überwachungskameras und Tresore sind bereits erschienen, Alarmanlagen und andere folgen demnächst in zwangloser Reihenfolge.
Übrigens: von Warnaufklebern mit Videoüberwachung oder zu nicht vorhandenen Alarmanlagen halte ich weniger als nichts. Im besten Falle macht es Einbrecher darauf aufmerksam, daß der Wohnungsinhaber überzeugt ist, wertvolle Gegenstände zu besitzen, im schlimmsten Falle ist es so, daß Einbrecherbanden diese Aufkleber kennen und wissen, daß sie gerade nicht zu echten Alarmsystemen gehören.
Auch Alarmanlagen sind eine zweischneidige Sache. Gut ausgebildete Banden haben Spezialisten, die wissen, wie man diese außer Gefecht setzt, z.B. werden diese lästigen Außensirenen u.U. mit Polyurethanschaum aus der Dose zum Schweigen gebracht. Und, wie schon die falschen Aufkleber, sind sie u.U. ein Hinweis auf besser betuchte Klientel. Da es häufig Fehlalarme gibt, muß man u.U. auch noch für unnötige Polizeieinsätze bezahlen oder erhält eine Anzeige wegen Ruhestörung. Und oft lösen die Hausbesitzer sie selber aus, wenn sie etwas zerstreut oder angetrunken nach Hause kommen. Schon mancher wurde dann mangels Ausweis auf der Wache erkennungsdienstlich behandelt, bis er endlich nach Hause durfte.
Die einzigen Alarmanlagen, die Einbrecher wirklich fangen, sind sog. stille Alarme. Diese sind nur bei Hochsicherheitsobjekten und Banken direkt mit der Polizei verbunden. Alle anderen müssen dafür ein Bewachungsunternehmen zwischenschalten, was natürlich eine monatliche Gebühr kostet. Deren Mitarbeiter sehen dann nach, bzw. schalten sich auf eine evtl. vorhandene Videokamera auf. Bestätigt sich der Verdacht, alarmieren sie ihrerseits die Polizei, die dann, anders als bei einer privaten Alarmanlage, auch sicher kommt, da das Zeugnis eines konkreten Menschen zu einer Anzeige führt, was eine ungeprüfte Alarmanlage, die für Fehlalarme anfällig ist, in der heutigen Polizeiwirklichkeit nicht bewirkt. (Es gibt verschiedene Anbieter, bei Interesse ggf. PM.)
Was wäre also ein wirksamer Schutz, den sich jeder leisten könnte?
Da man sich i.d.R. kein Sicherheitsunternehmen wird leisten können, wäre die nächstbeste Lösung, wenn die jeweils nächsten Nachbarn sich gegenseitig mit ihren Alarmanlagen vernetzen würden. Wenn also bei Nachbar A die Alarmanlage einen stillen Alarm auslöst, informiert diese den Nachbarn B (und umgekehrt). Nachbar B kann nun mittels einer Video-Kamera, die sich DANN (und nur dann ...) aktiviert, einen Überblick über die Lage verschaffen und dann die Polizei anrufen, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben (wobei er ohnehin meist die Einbrecher verscheuchen würde, so daß der Zugriff eher verhindert wird, obwohl evtl. der Schaden bereits angerichtet ist). Nur, wenn immer mehr Einbrecher in einer Gegend aus für die Banden "unerklärlichen Gründen" aus dem Verkehr gezogen werden, beginnen diese, solche Gegenden zu meiden und es kehrt wieder Ruhe und relative Sicherheit ein.
Vorhängeschlösser
"Titalium"-Vorhängeschlösser von ABUS sind nicht etwa aus Titan, sondern aus einer Hartaluminium-Legierung und auch nicht unbedingt "besser" als Messingschlösser, sondern i.W. einfach nur ca. 30% leichter. Die meisten Vorhängeschlösser mit ihren U-förmigen Bügeln sind ohnehin spielend leicht zu knacken. Meist genügt es, ein Flacheisen oder Brecheisen oder einen Meißel auf das Schloss aufzulegen und einmal kräftig mit einem Vorschlaghammer von oben auf das kraftübertragende Eisen draufzuhauen - schon brechen die Zacken am Bügel im Schloß oder die Haltevorrichtungen innen ab und der Bügel hängt mutterseelenallein herum; das Schloß fällt dem Einbrecher auf den Fuß, er unterdrückt einen Fluch und der Weg ist frei. Einzig die "Diskus"- oder Rundschlösser verschiedener Anbieter mit einem Auge, das gerade so groß bemessen ist, daß sie in die Verriegelung eingehängt werden können (die dementsprechend paßgenau sein muß), sind gegen die beschriebene Hammer-Attacke und gegen Aufhebeln mit Schraubenzieher oder Brecheisen halbwegs gesichert (weshalb viele Versicherer diese zur Vorschrift machen).
Oft ist sogar das Vorhängeschloß stärker als die Vorrichtung/Verriegelung, in der es hängt. Diese lassen sich ganz oft einfach mit einem Schraubenzieher durch Drehen abreißen. Gerade die üblichen Kellerverschläge sind hier meist nur mit einer Pro-forma-Sicherung versehen, damit aus Diebstahl Einbruch wird. Das nützt etwa so viel, wie diese Billig-Briefkästen, die man mit den Fingern aufbiegen kann, die Post schützen. Am ersten Tag klaut der Dieb die Kreditkarte, am zweiten Tag die separat versandte PIN.
Einbruchschutz: Vorhängeschlösser Aluminium    |    Einbruchschutz: Vorhängeschlösser rund ('Diskus')    |    Einbruchschutz: Vorhängeschlösser Messing
Alarmanlagen
(Ein ausführlicherer Beitrag zu [großen] Alarmanlagen folgt.)
Einbruchschutz: Alarmanlagen mit Bewegungsmelder und -sensoren    |    Einbruchschutz: Einbruchs- und Erschütterungssensoren    |    Einbruchschutz: Fensteralarme/Aufbruchalarme    |    Einbruchschutz: Bewegungsmelder und -sensoren
Fenstersicherungen aller Art
Einbruchschutz: Fensterschlösser/abschließbare Fenstergriffe u.ä.    |    Einbruchschutz: Fenster-Kippsicherungen    |    Einbruchschutz: Sicherungsplatten/Verstärkungen für Fenster    |    Einbruchschutz: Stangensets für Fenster u.ä.    |    Einbruchschutz: Teleskopstangen für Fenster u.ä.    |    Einbruchschutz: Vergitterungen    |    Einbruchschutz: Zubehör/Verstärkungen für Fenster
Rolladensicherungen
Einbruchschutz: Gesicherte Rolläden allgemein    |    Rolladen-Sicherungen
Türsicherungen aller Art
Einbruchschutz: Panzerriegel, insbes. für Türen    |    Einbruchschutz: Panzerriegel-Zubehör
Schlösser, Panzerriegel u.dgl.
Einbruchschutz: Schlösser - Panzerriegel    |    Einbruchschutz: Schlösser - Rosetten    |    Einbruchschutz: Schlösser - Schließbleche    |    Einbruchschutz: Schlösser - Schließzylinder ohne Schlüssel
Barrieren, Beschläge, Zubehör
Einbruchschutz: Türen - Barrieren/Querriegel    |    Einbruchschutz: Türen - Beschläge/Verstärkungen    |    Einbruchschutz: Türen - Panzerplatten    |    Einbruchschutz: Türen - Schließzylinder mit Schlüssel    |    Einbruchschutz: Türen - Sonstige Türsicherungen    |    Einbruchschutz: Türen - Verschiedenes Zubehör
Aufkleber
Einbruchschutz: Alarmaufkleber    |    Einbruchschutz: Sonstige Warnschilder    |    Einbruchschutz: Schilder/Aufkleber 'Videoüberwachung'
Geräuschsimulatoren, um bewohntes Haus vorzutäuschen
Einbruchschutz: Simulatoren/Fernsehgeräusche und -lichteffekte
Tresore, Dokumentenschränke
Siehe vor allem auch den Hauptbeitrag zum Thema Tresore.
Einbruchschutz - Tresore: Dokumentenschränke    |    Einbruchschutz - Tresore: Feuerschutztresore    |    Einbruchschutz - Tresore: Möbeleinsätze, z.T. auch wandeinsetzbar    |    Einbruchschutz - Tresore: Möbeltresore    |    Einbruchschutz - Tresore: Schlüsselschränke    |    Einbruchschutz - Tresore - Sonstige    |    Einbruchschutz - Tresore: Wandtresore
Siehe auch Sonstige Quellen für Sicherheitsinformationen zum Einbruchschutz
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