Seit dem Rückgang des Christentums gibt es eine neue Religion: der praktisch unerschütterliche Glaube an das, was die Medien berichten
Kein Wunder, denn man wächst von klein auf mit den Medien auf und vertraut ihnen und ihren Predigern: Moderatoren, Schauspieler, Nachrichtensprecher, etc. Was früher die Religionen waren, das sind heute die Medien.
Es gibt sogar so eine Art Gottesbeweis: "Das, was die Medien berichten, muss ja richtig sein, denn wenn nicht, würde es ja rauskommen!"
Das hat irgendwie Ähnlichkeit mit dem ontologischen Gottesbeweis "Gott ist vollkommen, und deshalb existiert er, denn wenn er nicht existieren würde, wäre er ja nicht vollkommen". https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis#Der_ontologische_Gottesbeweis
Zum Fremdschämen sind die Leute, die sich über die Anhänger der klassischen Reigionen lustig machen, aber selber unerschütterliche Anhänger der neuen Medien-Religion sind.
Bröckers: Er war einer ersten, der öffentlich in Deutschland an der Geschichte von 9/11 zweifelte. Auch wenn ich weder seinen Heise Beitrag von heute noch die ersten Heise Beiträge von damals besonders gut finde: Alle Achtung!
13.9.2001 http://www.heise.de/tp/artikel/9/9528/1.html
Bernd Borchert