Analysen der Gegenwart: Teil 1 - Religion

Tob, Freitag, 02.09.2016, 14:51 (vor 3468 Tagen)2912 Views

Analysen der Gegenwart: Teil 1 - Religion

Nächster Teil (demnächst): Die gewaltigen globalen Veränderungen der nächsten zwei Dekaden


Die Religionen entwickeln(?) sich zur Geißel der Menschheit. Warum?

Schlechte Menschen kann man einsperren. Eine Idee ist wie ein Virus, der sich immer weiter verbreitet. Nur ein Kraftakt kann sie stoppen. Die Religion ist eine Idee. Und sie ist eine verdammt schlechte Idee.

Die Religion ist der perfekte Nährboden für alle Probleme, die man sich denken kann. Die Religion fordert einen Glauben ohne Beweis; sie erzieht Kinder nicht zum Nachdenken und Bewerten, sondern zu blindem Gehorsam. Sie grenzt aus; sie erhebt einen alleinigen Anspruch auf Richtigkeit; sie wertet andere auf Grundlage der eigenen, falschen Ansichten; sie erhebt eine moralische Hoheitsdeutung; Ansprüche werden aufgrund tausend Jahre alter Geschichten erhoben, die nachweislich größtenteils aus anderen, noch älteren Geschichten zusammengeschrieben worden sind. Egal wie absurd, egal wie ein moralischer Mensch die Geschichten verurteilen würde: Auf diesen Geschichten beruhen viele grausame Taten, die heute begangen werden.

Ja, die Christen betreiben bei ihrem Glauben inzwischen eine Neubewertung, in der eindeutige Bibelstellen uminterpretiert werden, damit sie noch halbwegs akzeptiert werden können. Die schlechten, grausamen und falschen Handlungen, Empfehlungen und Regeln werden einfach ignoriert. Viele nennen das Rosinenpickerei.

Ist es verwunderlich, dass Menschen, die auf einem solchen Nährboden aufwachsen, handeln, wie sie es tun? Hat Terror nichts mit Religion zu tun? Wird die Religion von den Terroristen missbraucht? Wir müssen uns eines Fakts bewusst sein: Die Terroristen glauben _wirklich_ was sie sagen! Sie handeln mit ihren Taten genau im Rahmen ihres Glaubens. Dabei ist es völlig uninteressant, dass die meisten Menschen gleicher Religion nicht so handeln würden. Ihr Glaube ist der Nährboden ihrer Taten. Die Grundlage ihres Glaubens ist ihre Religion.

Es wird höchste Zeit für einen tiefgehenden Diskurs über die Rolle der Religion in der Gesellschaft. Das Christentum hat es unter großen Opfern geschafft, halbwegs akzeptabel zu handeln. Dies gelang nur dadurch, dass nicht unerhebliche Teile der Religion aufgegeben, umgedeutet und weggeredet wurden. Was ist eine Religion wert, die erst einen solchen Prozess durchlaufen muss, damit sie akzeptabel ist?

Wir müssen endlich Staat und Religion vollständig trennen.

Wir müssen uns höchst kritisch mit jeder Religion auseinander setzen.

Wir dürfen keine Diskriminierung im Namen der Religion akzeptieren. Verhalten, dass nicht akzeptabel ist, kann und darf niemals
durch Religion gerechtfertigt werden.

Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule (NRW):
§2.2 "Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung."
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_text_anzeigen?v_id=10000000000000000524#det371134

"Ehrfurcht ist ein hochsprachliches Wort für eine mit Verehrung einhergehende Furcht.
Sie bezieht sich immer auf einen übermächtigen (erhabenen) Adressaten, ob real oder fiktiv"
[Wikipedia]

Nein! Was wir als letztes in Schulen brauchen, ist eine "mit Verehrung einhergende Furcht" vor Gott! Das ist genau das Problem! Hier geht es keinesfalls nur um den Islam. Hier geht es um jede Art von Religion, die falsche Vorstellungen verbreitet und propagiert. Wie lange dürfen die Religionen sich noch über die Menschen erheben? Wie lange müssen wir noch hören, dass wir Menschen ohne Religion keine Moral hätten? Keine Hoffnung?
Keinen Sinn? Wie lange darf der Glauben dem Wissen im Weg stehen? Wie lange räumen wir den Menschen das Recht ein, ihren Glauben zu verbreiten, wie auch immer sie es wollen? Wie lange darf die Indoktrination von Kindern noch geschehen?

Kommt mir jetzt nicht mit unserer vom Christentum geprägten Kultur! Wir können verdammt noch mal froh sein, dass wir heute nicht mehr so leben müssen, wie es sich die Kirche wünscht. Wir brauchen keine abendländische, christliche Kultur, sondern eine Kultur, die sich endlich von der grausamen Vergangenheit lösen kann und die Religion auch in der grausamen Gegenwart in ihre Schranken verweist. Wir brauchen eine Kultur des Wissens, der Wissenschaft und Bildung.


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