Musste ich doch meinen Senf dazu geben
Habe in der "Welt" im Kommentarblog zu dem Artikel von Hr. Schuster meinen Kommentar geschrieben. Hängt noch in der Warteschleife, - ist aber gut möglich, dass er nicht veröffentlicht wird. Ich hab mich zwar in der Formulierung zurückgehalten, - aber es geht ja auch um den Inhalt.
Der Text meines Kommentars:
Verehrter Herr Schuster,
Ihre Sichtweise in Ehren, - aber ein paar wesentliche Dinge haben Sie nicht angesprochen. Machiavelli schreibt man viele Zitate zu, - u.a. auch dieses: "Der Zweck heiligt die Mittel". Wieviel Leid dieses - oftmals in der realen Politik angewandte - Zitat über die Zivilbevölkerung in der Welt schon gebracht hat, kann man in allen Geschichtsbüchern nachlesen.
Sie erwähnen nicht, wer denn Europa und vor allem Deutschland in diese Situation der Abhängigkeit gegenüber der Türkei überhaupt gebracht hat: Es war eine Frau Merkel als Erfüllungsgehilfin der Nato-Interessen und dabei vornehmlich der amerikanischen.
Es bestand das beste Vertrauensverhältnis zu den Russen, das man durch die Unterstützung der amerikanischen Hegemonieinteressen in der Ukraine zerstört hat. Nur derjenige, der absolut keine Ahnung davon hat, welche US-Konzerne im westlichen Teil der Ukraine bereits Fuß gefasst haben, glaubt vielleicht noch die Version von Frau Merkel.
Das Problem Erdogan kann mit dauerndem Erfolg nur im Dialog mit Russland geklärt werden. Aber das darf Frau Merkel nicht einmal denken. Muss man doch mithelfen, den Russen von seinem letzten Stützpunkt im Mittelmeer, nämlich an der syrischen Küste, zu vertreiben, damit das gesamte Mittelmeer und die angrenzenden Staaten im alleinigen US-Einflußbereich bleiben. Einer der Gründe, warum man gegen Assad vorgegangen ist, - nicht die Menschenrechte. Letztere werden doch nur als Vorwand in der Politik benutzt, - oder verschwiegen, wie in diesem Fall, bei Erdogan, den Kurden, den Jesiden, und auch den Christen.
Ich habe einen ausführlichen Artikel - gemäß meiner Art mit spitzer Feder - geschrieben und ihn bei verschiedenen Medien zur Veröffentlichung freigegeben. Mit meinem vollen Namen und meiner Anschrift. In diesem Artikel habe ich Vergleiche gezogen, zwischen der Person Erdogans und Hitlers. Es gibt auffallend viele Parallelen. Natürlich muss man diese Meinung nicht teilen, aber man kann darüber diskutieren.
Kann man wirklich? Nein, - denn kein einziges Medium hatte die Courage, meinen Artikel, auch nicht als Gastkommentator, zu bringen. Die Drohungen und juristischen Realitäten, die seit Böhmermann von Erdogan in Deutschland stattfanden, haben ihre Wirkung gezeigt.
Bleiben wir doch bei den Zitaten, -.vielleicht von Voltaire:
„Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, musst Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst.“