Die Verarmung der Mittelschicht - das Zünglein an der Waage?
Wie der Dollar die Mittelschicht auslöschte...
ist der Titel des heutigen Eintrags im "Tagebuch" des von mir verehrten Bill Bonners, das im FID-Verlag erscheint.
Dabei geht es ihm um die Verbindung zwischen dem existierenden Geldsystem, dem Dollar und der Verarmung der Mittelschicht, und er bezieht sich auf einen Artikel Martin Wolfs in der "Financial Times", der schreibt:
"Die globalen Eliten müßten überall populistische Wut hinnehmen."
Bill Bonner merkt an:
"Er übergeht elegant die wirkliche Ursache für die "Wut" – das falsche Geldsystem, das von den Eliten etabliert wurde, aber er zeigt ohnehin kein Interesse an unserem perversen Geldsystem. Derweil schäumt er lieber vor Wut.
Der Kern der Warnung von Herrn Wolf liegt darin, daß die Eliten besser auf Folgendes achten sollten:
"Die Stagnation der Realeinkommen, und zwar länger als in allen anderen Zeiträumen seit 1945, ist eine grundlegende Tatsache," schreibt Herr Wolf weiter.
Er erwähnt, daß von 2005 bis 2014 zum Beispiel fast 100 % der italienischen Haushalte mit fallenden oder bestenfalls stagnierenden Realeinkommen auskommen mußten.
In den USA erlitten 80 % der Haushalte das gleiche Schicksal. Die privaten Haushalte in Großbritannien, Frankreich und der Niederlande sind nur geringfügig besser dran.
Seit 1980 ist die Beschäftigung in der Produktion – der Haupt-Quelle für gute Löhne für die mittleren und unteren Gesellschaftsschichten – in allen wichtigen Industrieländern gefallen, selbst in Deutschland und Japan.
In den meisten Volkswirtschaften ging die Beschäftigung in der Produktion um die Hälfte zurück.
Wir sind nicht sicher, ob es an diesen Tatsachen liegt ... oder an der gefürchteten populistischen Wut ... aber im Anschluß daran beginnt selbst der arme Herr Wolf damit, Kreide zu essen:
"Die Kombination aus längerer Stagnation, kulturellen Umbrüchen und politischen Versäumnissen erschüttern die Balance zwischen der demokratischen Legitimität und der globalen Ordnung.“
"Die Kandidatur von Herrn Trump ist ein Ergebnis dieser Entwicklung.
Diejenigen, die die chauvinistische Antwort ablehnen, müssen sich jetzt aus der Deckung wagen - und zwar mit einfallsreichen und ehrgeizigen Ideen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.“
Und zu guter Letzt merkt er an:
"Unsere Zivilisation selbst steht auf dem Spiel steht."
Da liegt er völlig richtig..."
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Die Mittel- und untere Einkommensschicht machen den größten Teil der Bevölkerung aus - ihre Stimmen gegen ein "Weiter so!" müßte doch den Ausschlag bei Wahlen geben!
Ich hoffe es...
Rotstein