Fallbeispiel Berlin

Julius Corrino, Sur l'escalier des aveugles, Montag, 25.07.2016, 12:40 (vor 3503 Tagen) @ eddie094083 Views

Viele der dortigen Schießstände, auf denen die Polizei über Jahrzehnte hinweg übte, sind nun wegen der akuten Gefahr von Bleivergiftungen geschlossen. Renovierungskosten in Millionenhöhe (die keiner mehr hat) für moderne Abluftanlagen und andere Arbeiten müßten eigentlich ausgegeben werden.

Nachdem mehrere altgediente Ausbilder wegen der dortigen Zustände an Krebs verstorben sind, weigern sich nun die nachgerückten jüngeren Kollegen, den Ausbildungsdienst zu versehen.

In der Folge sind die derzeit noch betriebsfähigen Stände vollkommen überlastet.

Durchschnittlich bringt es ein Polizist somit noch auf ca. 40 bis 60 Übungsschüsse pro Jahr - auf eine stillstehende Mannscheibe, wohlgemerkt.

Soviel kriege ich bei mir im Verein an einem schönen Vormittag hin.

Da das Übungssoll nicht mehr erfüllt wird, entfallen bei diesen PVB strenggenommen auch die Voraussetzungen für die Befähigung zum Dienstwaffenführer. Ob dies schon handfeste Konsequenzen (Schießstandbesuche nur noch für Außen- und Streifendienstler, somit keine Ausgabe von Dienstwaffen mehr an Innendienstler o.ä.) gezeitigt hat, weiß ich nicht.

In anderen Bundesländern sieht es aus anderen Gründen mit den Waffenhandhabungs- und Schießfertigkeiten bei der Polizei ganz ähnlich aus.

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Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari


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