Subventionen

Waldläufer, Montag, 27.06.2016, 14:10 (vor 3524 Tagen) @ Prophet1654 Views

Denn das vermeintlich "gesparte" Geld für das billige Fleisch wird über
die Landwirtschaftssubventionen dem Konsumenten mittels Steueranteil wieder
aus der Tasche gezogen. Vorne reicht euch einer ein Bonbon, und hinten
zieht man euch einen 5er aus der Tasche. Ist doch ein toller Deal! (Nur
für den Beklauten allerdings nicht.)

Das verstehen viele nicht, und jubeln über günstiges Fleisch. Und morgen
beschweren sie sich über die hohe Steuerlast und darüber, "das alles
immer teurer wird".

Gegen Unwissenheit und Beschränktheit ist eben noch kein Kraut
gewachsen.

Und anstatt das Übel an der Wurzel zu packen, schlägt man einen
gesetzlichen Mindestpreis vor. Es wird immer lustiger in diesem Tollhaus,
wenn es nicht so unendlich
traurig
wäre.


Sie durchschauen das alles leider gar nicht, habe ich so das Gefühl.

- Subventionen sind das Druckmittel, um auf die Bauern Macht auszuüben, um sie nach Gutdünken steuern zu können. Sie glauben doch nicht allen Ernstes, dass man sich dieses Druckmittel aus der Hand nehmen lässt.

- Subv. haben noch eine weitere, überaus wichtige Funktion. Sie bieten die Möglichkeit, weltweit sämtliche Konkurrenz auszuschalten. Das bedeutet, dass der größte Teil der Armut der "erfolglosen" Agrarländer Ergebnis der Subventionen ist. Wir nehmen den Bauern Lohn und Brot. Und es ist egal, ob wir Kartoffeln aus Marokko beziehen oder Kaffee aus Costa Rica. Es kommt auf das gleiche Ergebnis raus, ob wir Hähnchenabfälle, nach Afrika liefern oder Mais "spenden". Wir machen die dortigen Bauern kaputt.

Den Schaden haben aber auch die hiesigen Kleintierzüchter und die Kleingartenbesitzer. Auch sie sind nicht konkurrenzfähig. Versuchen Sie mal für 10 Euro einen Hasenzu füttern oder für 35 Cent einen Kohlrabi anzubauen.
Im Moment gibt es noch genug "Alte", die diesen Teil unserer Kultur noch betreiben. Sie tun das aus Gewohnheit, weil sie ein wenig belastetes Lebensmittel möchten oder aus Spaß an der Sache. Selbst die sterben aber langsam aus. Und so doof sind die auch nicht, dass sie nicht sagen: "Mann, sind die Kosten der Tierhaltung gestiegen, ist der Verwaltungsaufwand gestiegen und verkaufen kannst Du die kleinen Nutztiere auch nur unter Wert."

In wessen Interesse ist eine Politik, die "das Volk" so verdummen lässt; dass es nicht mehr in der Lage ist, sich wenigstens zum Teil selbst zu versorgen? Wieviel Lebensmittel/ Essenreste werden weggeworfen, die z.B. als Hühnerfutter noch gut ihren Dienst täten? Und das bei -zig Millionen Hungernden auf der Welt?

Dazu kommt noch: Wer kann denn heute noch selber einen Hasen oder einen Hahn schlachten? Bald ist alles Wissen und Können erfolgreich ausgerottet.

Es wäre an der Zeit...

--
Ich mag das Wort schützen nicht. Es erinnert mich so an Schützengraben und an Schutzgeld.
(sinngemäß, geklaut von M. Burchardt)

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
-Werner Heisenberg


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