Werkzeug

Nordlicht, Mittwoch, 22.06.2016, 00:04 (vor 3531 Tagen) @ Abronsius1392 Views

Hallo Abronsius und Helmut,

Derlei Fragestellungen, wenngleich freilich sehr "off-topic", empfinde ich
als prinzipiell hochinteressant und es freut mich, dass es Menschen mit
dieser Art von Sensibilität für Sprache gibt.

dem kann ich nur beipflichten.

Gleichwohl muss ich konstatieren, dass ich Deine Frage nicht werde
beantworten können. Um weitere Vergleiche anzuführen, müsste man sehr
konsequent beleuchten, wie ein und dasselbe Medium - besser noch: ein und
derselbe Autor - die verschiedenen Begrifflichkeiten verwendet. Dergleichen
müsste man zunächst statistisch angehen, und hernach inhaltliche
Ableitungen zu treffen.

Als Werkzeug für derartige Untersuchungen könnte di-lemmata ganz hilfreich sein. Das Projekt stellt ein Korpus von mehr als 18.000 Gedichten deutschsprachiger Autoren online bereit, das knapp 1,4 Millionen Wörter umfasst. Das Besondere an di-lemmata besteht darin, dass die Texte lemmatisiert und über Worthäufigkeitslisten erschlossen sind ("Leiche" kommt in der Gesamtwortliste 384 mal vor, und der "Leichnam" ist mit 90 Exemplaren vertreten); man kann Konkordanzen anfertigen (und herunterladen) und Wortschatzvergleiche zwischen einzelnen Autoren anstellen, auch für einfache morpho-syntaktische Fragestellungen ist das Programm geeignet.

Nachteile (aus meiner Sicht): Das Korpus enthält ausschließlich Lyrik, und die Entstehungszeit der meisten Gedichte reicht schon sehr weit zurück (der abgedeckte Zeitraum erstreckt sich von ca. 1740 bis etwa 1930).

Für Sprachsensible vielleicht dennoch eine kleine Fundgrube [[zwinker]]

Sprache ist ein mächtiges Werkzeug und das Bewusstsein dafür zu
schärfen, wichtig, um Einflüsterer, Manipulanten und Gehirnwäscher zu
entlarven.

Du sagst es.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
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