Das Mysterium bleibt
Hallo Festan!
David Harras hat 15 Jahre lang gegenüber von Thomas M. gewohnt, dem Mann, der am Donnerstag dieser Woche in Birstall, einem Vorort südwestlich von Leeds, die Labour-Abgeordnete Jo Cox erschossen haben soll. M., sagt Harras, sei in seiner Erinnerung ein ruhiger und freundlicher Mann gewesen. Manchmal, wenn Harras in seiner Garage an seinem Auto schraubte, sei M. auf ein Gespräch vorbeigekommen. Man habe sich ganz gut mit ihm unterhalten können, sagt Harras, auch über Politik. M.s Meinungen seien immer ausgewogen gewesen, niemals extrem. Wenn es um Flüchtlinge gegangen sei, habe M. sogar um Verständnis geworben für das Elend der Menschen in Libyen oder Afghanistan. "Ich kriege das einfach nicht zusammen", sagt Harras.
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Die Nachbarin, Diana Peters, eine frühere Krankenschwester, erklärt den Journalisten, wie sie M. all die Jahre wahrgenommen hat: als zurückgezogenen, aber angenehmen Mann. Als einen, der vielleicht Hilfe gebraucht hat, wie man heute wisse, aber doch deshalb noch kein Nazi sei.
Harras und Peters berichten übereinstimmend, dass M. seit Jahren allein in dem Haus gewohnt habe. Seine Großmutter, mit der er zusammengewohnt habe, sei vor 20 Jahren gestorben, sagt Harras. Zu Frauen habe er schon lange keinen Kontakt mehr gehabt. Meist sei er zu Fuß im Ort unterwegs gewesen. In der Bibliothek von Birstall, vor der der Mord stattfand, habe er viel Zeit vor dem Computer verbracht und gelesen. Vor allem aber habe er sich im Ort als Freiwilliger engagiert, als Gärtner und als Sprachlehrer, auch für die Pakistaner und Inder, die in den Ort kamen, um zu arbeiten.
Quelle: http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-06/brexittour-eu-referendum-grossbritannien#5
So berichten Anwohner über den mutmaßlichen Mörder Thomas Mair.
Und wie trat der Mann vor Gericht auf?
Vor Gericht antwortete der Angeklagte, nach seinem Namen befragt: "Tod den Verrätern, Freiheit für Großbritannien". Zu dem Angriff auf die Labour-Abgeordnete schwieg er.
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Vor Gericht äußerte sich M. nicht zu den Vorwürfen. Auf die wiederholte Frage des Gerichtsschreibers des Amtsgerichts Westminster in London nach seinem Namen entgegnete er ruhig: "Mein Name ist Tod den Verrätern, Freiheit für Großbritannien." Ansonsten schwieg er in der 15 Minuten langen Anhörung. Die Richterin ordnete eine psychologische Untersuchung an, M. bleibt weiter in Haft.
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/brexit-mord-jo-cox-gericht-debatte
Wie ist dieser extreme Gesinnungswechsel zu erklären?
Und vor allem, warum gibt er keine vernünftigen Auskünfte über seine Beweggründe und plappert nur Dünnschiß, der medial genial für Schlagzeilen verwurstet werden kann?
Wenn er doch politisch engagiert war, könnte er die absurde Tat versuchen zu rechtfertigen, auch wenn die Argumente kaum geteilt werden dürften.
Thomas M. hält sich geradezu perfekt an die „Regieanweisungen“, zumal die ersten Zeugenaussagen zum Schlachtruf „Britain first" durch einen echten Zeugen in Verruf gerieten.
Jetzt wird der "schlecht gehörte" Schlachtruf wenigstens amtlich bestätigt.
Und noch etwas ist sonderbar.
Man sieht den Mann nirgends erkennbar.
Die Bilder der Straßenszene waren so undeutlich, daß dort alle möglichen Personen in Frage kämen.
Auf Videos wird die Festnahme auch nicht gezoomt, was normalerweise höchst interessant wäre, um den Täter sichtbar zu machen.
Und wenn doch mal der Auftritt vor Gericht erwähnt wird, gibt es lediglich eine Zeichnung.
Wir haben also nur ein älteres Foto mit Tarnjacke.
Das ist schon deshalb bizarr weil deutsche Polizisten bei der Festnahme südländische Clans in Großperspektive zu sehen sind, wie vor Wochen im Gelben festgestellt.
Irgendwie erinnert der Mord an Jo Fox kurz vor der Abstimmung zum Brexit an die Ermordung der schwedischen Außenministerin Anna Lindh, die auch von einem Irren „fachmännisch“ getötet worden war, weil er das Messer in ihrem Bauch gedreht hatte, was für die Organe verheerend war und ein Überleben nahezu unwahrscheinlich machte.
Ähnlich war es bei Jo Fox, wo der Tod unbedingt „sichergestellt“ werden mußte.
Bei Anna Lindh wußte der Mörder sogar, daß die Ministerin kurz einkaufen gegangen war.
Wie konnte er das wissen, der Einzelgänger?
Nun ja, die NSU-Uwes müssen ja auch vom Schichtwechsel der Michelle Kiesewetter in Heilbronn erfahren haben.
In beiden Fällen haben wir es mit angeblichen Nazis zu tun und beide verfügen über eine auffällige Psyche, die behandelt werden mußte.
Also, wo Nazi draufsteht, droht Mord und wo gemordet wurde, steht IMMER Nazi drauf.
So einfach ist die Welt.
mfG
nereus