Schon irgendwie unglaublich
was da so publizistisch verbreitet wird. Auch die "Grüne Jugend Rheinland-Pfalz" singt da eifrig im Chor mit:
http://www.focus.de/politik/videos/patriotismus-nationalismus-gruene-jugend-ruft-zum-de...
Was ist hier der Hintergrund?
Konnte man in Deutschland auch nach Jahrzehnten noch kein normales Verhältnis zur eigenen Identität finden? Oder ist das eine latente, strategisch durchdachte Form der andauernden Umerziehung?
Natürlich ist es eine weitaus bessere Position für diejenigen, die Deutschland mit allen möglichen Kulturen überschwemmen wollen, wenn man in Deutschland gar nicht mehr weiss, wie eine Deutschlandfahne überhaupt aussieht.
Steckt das dahinter?
Ein paar Zitate von einem berühmten deutschen Staatsmann, nämlich von Bismarck:
Die Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eigenen Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische Krankheitsform, deren geographische Verbreitung sich auf Deutschland leider beschränkt.
Es ist ein altes, gutes Sprichwort – ich fürchte leider, ein französisches –: "Um geistreich zu sein, braucht man nur vor nichts mehr Respekt zu haben."
Ein Zitat kann ich nur mehr aus der Erinnerung wiedergeben, ich habe es nicht mehr gefunden, aber erst kürzlich gelesen:
"Es ist die Tragik des deutschen Volkes, dass es sich erst dann, wenn es in Schwierigkeiten steckt, seiner Werte und Traditionen besinnt"
Es kann doch nicht mehr mit den Vorgängen um die Juden zusammenhängen, - jede andere Nation hat das ihrerseits verarbeitet, obwohl da noch ganz andere Zahlen im Spiel waren. Ich denke da an die Vorgänge in Spanien vor hunderten von Jahren, auch an die Katholische Kirche, auch an die Judenverfolgungen in der Ukraine 1919, und ich könnte da noch so manche Nation aufzählen, die sich in ähnlicher Weise hervorgetan haben.
Frage: lernt man sowas nicht in der Schule oder im Geschichtsunterricht, oder wollen die Leute das gar nicht wissen, um auf ihr "nationales deutsches Judenproblem" fixiert zu sein?
Es ist ja schon tragisch genug, dass die Leute sich bis vor einiger Zeit nur dann die Deutschlandfahnen herausgeholt haben, als es um Fußballspiele ging. Erst mit Pegida hat sich da was geändert.
Bei uns in der Stadt hängt so mancher seine Nationalflagge permanent ans Haus, - der Rumäne, oder der Ungar, ich wiederum als Österreicher, - und niemand kommt auf den Gedanken, den anderen dabei als Nazi oder sonstigen Extremisten zu bezeichnen. Es ist ganz normal, und das sollte es doch auch in Deutschland sein.
Natürlich kann man auch die Sprüche von Bismarck ablehnen, dessen positive soziale Errungenschaften teilweise bis in die heutige Zeit noch Auswirkungen haben. Aber gerade dieser Mann hatte die Weisheit, Dinge vorauszusehen, die sich auch später so eingestellt haben.
Typisches Beispiel eines Zitates von Bismarck zur politischen Zukunft:
"Sollte es noch einmal zu einem Krieg in Europa kommen, wird er durch irgendeinen Unsinn auf dem Balkan ausgelöst werden."
Wie recht er behalten sollte, sah man im Jahre 1914.
Ich bin kein Bismarck und auch kein Politiker, nur ein einfacher Mensch vom Bau. Aber trotzdem spreche ich das aus, was vielleicht viele denken:
Sollte es noch einmal zu einem Krieg in Deutschland und in Europa kommen, dann wird die Wurzel darin in der seit geraumer Zeit durchgeführten Überfremdung des einheimischen Volkes liegen.
Wobei ich bewusst nicht vom "Deutschen Volk" spreche, sondern vom "einheimischen Volk". Denn die Ausländer, egal aus welchen Kontinenten, die seit Jahren und Jahrzehnten in Deutschland in harmonischer Nachbarschaft leben, die sind genauso gegen die Entwicklung der letzten Zeit, weil sie darin große Gefahren sehen.
Um nochmal zum Fußball zu kommen:
Weiss nicht mehr, ob es bei einer EM oder bei einer WM war, - da traf ich in Deutschland einen Griechen in einem Lokal, - er arbeitete in einer mir bekannten Firma. Er schwenkte im Verlaufe der Fußballübertragung im Lokal, als Griechenland spielte, die griechische Flagge. Als später Griechenland ausgeschieden war und Deutschland spielte, da schwenkte er die deutsche Flagge.
Für mich ist sowas normal. Zumindest in einer Art, dass ich mir darüber überhaupt keine Gedanken mache, - geschweige im Spiegel oder als Junge Grüne da eine Gegenkampagne einleite. Dem Spiegel-Schreiber nehme ich das aber eher krumm als den "Jungen Grünen". Denn, wenn man "jung" ist, dann hat man auch das Recht, "grün" hinter den Ohren zu sein.