Wir sind alle determiniert...oder? :-)

Silke, Dienstag, 07.06.2016, 11:09 (vor 3540 Tagen) @ Zarathustra2138 Views
bearbeitet von Silke, Dienstag, 07.06.2016, 13:14

Lieber Zara,

Das ist hier im Forum ein bisschen wie mit Gartenarbeit.
Wenn ich nicht säe, gieße, Unkraut zupfe, gibt es auch keine schönen großen Früchte wie hier.
Der Garten verwildert, das Kraut wuchert, man erkennt bald kaum noch die früher erarbeiteten Wege und Strukturen .
Da hilft wenig, den Garten zu rügen, sondern weiteres Pflegen, Säen, Zupfen.

Vorsicht bei der Arbeit, sonst tritt man auf die kleinen jungen Sprösslinge oder auf die überreifen Früchte, die geerntet werden müssten [[zwinker]].

Ein Verweis auf die Leitlinien Punkt 1.9 sollte helfen, Verschwörungsinfizierten einen Spiegel zu bieten, in den sie schauen können, um vorgetragene Standpunkte zu prüfen.
Dazu muss ich aber eine mindestens genau so starke Präsenz im Forum bieten, wie die anderen Diskutanten. Das kann ich z.Z. nicht leisten, da andere nicht virtuelle Projekte für mich Vorrang haben.

Liebe Grüße
Silke

PS.
Wo du schon einmal vorbei schaust...
Joachim Bauer hat ja letztes Jahr den freien Willen wieder entdeckt, unglücklich über die Darlegungen von Roth und Singer.
Vielleicht ein guter Ansatzpunkt für @Centao (falls du das liest) um hier anzuknüpfen.
@Olivia und andere sind ja auch am Thema sehr interessiert [[zwinker]].

Bauer referiert viele Argumente, die aus Sicht meines Verständnisses zwar sympathisch klingen, aber an den hier erarbeiteten Konzepten über unserer Gesellschaft vorbei gehen.
Er hat weder Debitismus noch Machttheorie angedacht und gerät mit @Pingbonds' Worten in das Reich der Fantasie:
„Die autarke Solidargemeinschaft, ebenso wie anarchische Gesellschaftsformen (ein Oxymoron?), sind ebenso Fantasie wie ein Kommunismus oder Überschüsse tauschende Homini oeconomici. Früher oder später trat in der Geschichte immer ein Zwingherr auf.
Tritt einmal ein Zwingherr auf, ist es nicht einmal nur dieser selber, der in weitere "autarke" Gebiete vordringt, sondern die in diesem Thread bereits als solche benannten "Unterhunde", die sich die bei ihnen erzwungenen Abgaben bei den Schwächsten holen; aber nicht bei den Ärmsten, denn die haben nichts, sondern bei den Schwächsten derer, die alles, resp. genug, haben.“
@pigbonds

Kannst du noch einmal kurz verweisen, was ich bei determinierter Vergangenheit und Zukunft wie tun sollte, um mir unerträgliche Zustände zu ändern, wenn ich doch nur ein Kind des Determinismus bin.

Ich selbst sehe meine Verantwortung gegenüber den mir näheren und ferneren Menschen darin, mein „unterhündisches“ Verhalten und die damit verbundene Legitimation und Unterstützung der Machtstrukturen immer weiter zu reduzieren.

Hinterfragen des eigenen Lebenskonzeptes, Verbesserung des eigenen Wissensstandes, Sortieren von eigenen Ressourcen und Defiziten, Veränderungen im eigenen sozialen Umfeld andenken und für sich durchsetzen und der Austausch mit anderen Menschen darüber führen nicht dazu, dass eine Frau Merkel oder ein Herr Gauk mit dem dahinter stehenden Kollektiv (vielleicht besserer Begriff als Schwarm, da die hierarchische und nicht schwärmerisch-egalitäre Beschaffenheit der Gesellschaft besser erfasst wird) ihre Tätigkeit beenden - sie werden aber für mich und die Meinen weniger relevant mit jedem Stück Leben, das ich mir alternativ einrichte mit stärkeren Anteilen von geistiger und materieller Autarkie und Anarchie.


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