Ein Gedankenexperiment, etwas Schweizer Empirie, und noch Philosophisches

Wildheuer, Schurkenstaat im Herzen Europas, Montag, 23.05.2016, 12:17 (vor 3555 Tagen) @ DT2834 Views

Sie wurden verschlossen auf den Tisch gekippt.

Danke DT für die detaillierte Schilderung des Vorgangs. Ich nehme an, das Wahllokal war mit dem Auszählen einer überschaubaren, manuell zu bwältigenden Menge an Wahlzetteln beschäftigt.

Der Zeitpunkt-Artikel zielt ja eben genau auf den Umstand ab, dass in den grossen Schweizer Städten ein manuelles Öffnen von Tausenden der äusseren Umschläge zu lange dauern würde... (ja, es scheint, da kommt einiges zusammen nur schon aus den Altersheimen z. B.).


Gedankenexperiment:
Eine irgendwie geartete Manipulation (konkret auf deine Schilderung bezogen) wäre dann nur noch so denkbar, dass z. B. nach dem Auszählen und Aufschreiben der Resultate die Zahlen und/oder die Kandidatennamen auf dem Weg der Übertragung/-mittlung miteinander "vertauscht" würden oder sich andere Irrtümer oder Absichten einschlichen. Die versiegelte Urne bliebe natürlich davon gänzlich unberührt, weil der Fehler/die Manipulation nicht mehr physisch auf der Ebene der Urne passiert, sondern auf der Meta-Ebene, der Information und deren Weitergabe.


Empirie:
In Schweizer Gemeinden kam es schon vor, dass ganz einfach die Ja-Stimmen mit den Nein-Stimmen vertauscht eingetragen, zusammengefasst, übermittelt, telefoniert, usw. wurden. ...allzuoft ist der Wunsch der Vater des Gedankens, und Gedanken drängen ja bekanntlich zu ihrer destinierten Realisierung/Manifestation [[smile]].


Philosophisches:
Ich frage mich gerade, ob es denn überhaupt ein fehler- und manipulationssicheres Auszählen geben kann? Philosophische Fragen wie: Wer kontrolliert den Kontrolleur? spielen da ja auch hinein.

...Und auch nach allem dem sind wir immer noch nicht auf Schillers Kritik an den Mehrheitsbeschlüssen eingegangen, die er in seinem letzten, nur begonnenen Werk Demetrius aufzeigen wollte.


Schöner Gruss
vom W.


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