Eine gute Frage, Siggi
Hallo Elli,
vielen Dank für die regelmäßigen Updates zum Gold (und andere) und
Glückwunsch zu den guten Treffern in letzter Zeit." />
In letzter Zeit? 
Ich habe da mal eine grundsätzliche Frage zu deinem Langfristchart von
Gold.Wie ja allgemein bekannt ist, wurde der Goldpreis im 19. Jahrhundert und
bis weit in das 20. Jahrhundert von den USA und Großbritannien durch
Kopplung an die heimische Währung fest fixiert.Andere Länder in Europa zogen später nach.
Man kann also mit Fug und Recht behaupten, der Goldpreis wurde
jahrzehntelang manipuliert." />
Allerdings, Zustimmung.
Das allerdings nur am Rande und als Überleitung zu meiner eigentlichen
Frage. Ich hatte dich mal gefragt, bei unserer Diskussion über die
aktuelle Goldpreismanipulation (ja oder nein), ob Elliott zu Lebzeiten auch
den Kurs des Goldpreises auf die von ihm entdeckten Regelmäßigkeiten,
also Wellen untersucht hat. Du hattest damals sinngemäß geantwortet,
natürlich nicht, denn ein manipulierter Kurs ohne das entsprechende
Marktgeschehen wäre dafür ja denkbar ungeeignet, da es ja keine Wellen
auszuwerten gibt.
Ja, im Prinzip richtig. Es gibt zwar (im Nachhinein) Wellen, die man auswerten kann, aber zum Handeln war das nichts.
Nun sehe ich aber in deinem Langfristchart von Gold, dass du dort sehr
wohl die Zeit, als noch eine Goldpreisbindung existierte, vor dem Ende von
Bretton Woods, in deine Zählung einfließen lässt.Hast du da keine Bedenken? Wo sollen denn die übergeordneten
Wellenebenen, in deinem Chart die lila (1) und lila (2) herkommen, wenn
weiter unten gar keine Wellen vorhanden sind?
Zunächst nochmal der Chart, damit jeder weiß, wovon wir reden:
![[image]](http://www.dasgelbeforum.net/img/up/elli/140101gold-y.gif)
Nun ja, die Wellen sind definitiv vorhanden, deshalb sieht man sie ja im Chart. Aber sie sind nicht durch Marktgeschehen entstanden, deshalb konnte man sie nicht effektiv handeln (es gab ja auch damals keinen Börsenhandel im Gold). Die Regierung hat diese Wellen gemacht, durch immer wieder Neu-Festsetzung des Preises. Dabei kann man natürlich nicht von Massenpsychologie sprechen, aber trotzdem sind auch Regierungen einem Markt unterworfen. Diese Neufestsetzungen geschahen ja nicht ohne Grund, einfach so. Sondern, weil irgendetwas (der Markt?) es erfordert hat. Und deshalb sind auch diese Preisänderungen Bestandteil der Preishistorie.
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