Alphamännchen ohne Power - Der ausgelöste Effekt ist respektabel

azur, Montag, 18.04.2016, 23:59 (vor 3586 Tagen) @ DT6234 Views

Hallo DT,

Lucke wurde sofort vorgeworfen, nur Aufmerksamkeit erzielen zu wollen. Den Alphas kann man sowieso nicht über den Weg trauen.

Was Böhmermann/Kabelka da hin bekommen haben, ist beispiellos. Selbst wenn man den nicht leiden kann: Man kann ihm ohne weiteres dankbar sein für diese Klärung. Es ist zudem ein Schauerstück über Stil, das man angesichts des gezeigten Effekts (wo haben sich denn 2 Regierungsöberhäupter so vor der Weltöffentlichkeit blamiert - jeder weiß doch, dass die Schmäh aus gutem Grunde groß ist) wohl leider in Kauf nehmen muss.

By the way: "Ohne Bertelsmann geht nichts mehr" | Telepolis

Bissel älter, aber unbedingt lesenswert.

Ghostwriter - wer Hartz IV entwarf und durchsetzte
https://www.uni-due.de/edit/spindler/ghostwriter_spindler_2012.pdf

Da bleiben keine Fragen offen. Bei Wiki steht dazu: "Helga Spindler kritisierte, dass gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung der nichtöffentliche Arbeitskreis „Reform der Arbeitslosen- und Sozialhilfe“ aufgebaut wurde, der dann an zentraler Stelle an der Politikformulierung beteiligt wurde."

Ja, kann man wohl sagen.

Und ist ja auch ein offenes Geheimnis, wie viele stinkenden Wunden, die keine Beachtung finden:

"https://de.wikipedia.org/wiki/Hartz-Konzept#Hartz-Kommission
Im Bericht aus 2002 wurden der Bundesanstalt für Arbeit gravierende Fehler in der Vermittlungsstatistik vorgeworfen. Dabei war etwa ein Drittel der Vermittlungen nicht nachvollziehbar und teilweise fingiert, andere Quellen sprechen von bis zu 70 % „falschen Stellenvermittlungen“. Frisierte Zahlen mittels „fiktiver SteA“ – so der Fachbegriff in den Arbeitsämtern für fiktive „Stellenangebote“ – sollten die Statistik positiv beeinflussen. Dies trug der BA in der Presse und Öffentlichkeit den Vorwurf der Manipulation ein.

Weiterhin wurde der Umfang des Verwaltungspersonals (etwa 85.000) im Verhältnis zur Zahl der Vermittler (etwa 15.000) kritisiert.[3][4][5][6]
Während der Vermittlungsskandal aus dem Jahr 2002 daraufhin einen großen politischen Widerhall fand, zu den Hartz-Reformen führte, war das öffentliche Echo auf den Prüfbericht des Bundesrechnungshofs vom 7. November 2012 [7] – der zudem monatelang vor der Öffentlichkeit geheimgehalten wurde und deshalb erst im Juni 2013 bekannt wurde – weitaus geringer. Laut Spiegel wurden der BA darin u. a. „personalrechtliche und strafrechtliche Konsequenzen“ nahegelegt, die jedoch allenfalls 2002 erfolgten.[8][9][10]

Vorgegebenes Ziel des daraufhin entworfenen Hartz-Konzeptes war es, die Strukturen der damaligen Bundesanstalt für Arbeit zu erneuern und innerhalb von vier Jahren die Arbeitslosenzahl von damals vier Millionen zu halbieren. Die Maßnahmen erfolgten nicht völlig eigenständig, sondern im Rahmen der Ziele der Agenda 2010. Zur besseren Umsetzung im Gesetzgebungsverfahren wurden die Maßnahmen aufgeteilt in einzelne Gesetze zur Reform des Arbeitsmarktes mit den Kurzbezeichnungen Hartz I, Hartz II, Hartz III und Hartz IV; die einzelnen Gesetze traten schrittweise zwischen 2003 und 2005 in Kraft. Änderungen an den Gesetzen erfolgten ab 2006, siehe dazu Arbeitslosengeld II."

Wo liegt der Schwarze Peter?

Ist unsere Zukunft alpha?

Viele freundliche Grüße

azur

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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