Sayonara
Der weiße Hengst – zum grauen Schimmel ist er nun geworden,
einst im Galopp, so trabt er trottend nun nach Norden….
Der Schimmelreiter hat den Hut tief – tief vor dem Gesicht.
Wie er wohl denkt und aussieht oder blickt - man weiß und sieht es nicht.
Das erste Morgenlicht glimmt auf – ein fahler Schein von Osten her.
Der Schimmel und der Reiter blicken auf – der Geist ist trüb, die Beine sind so schwer.
Die Sterne, welche er vom Himmel holen wollte – bewahrt er sie in seinem Herzen?
Herrscht Chaos dort oder nur züchtig Ordnung? Egal – man gebärt Neues unter Schmerzen.
Den Schimmelreiter zieht das Licht auch weiter an.
Von Sternen, Sonnen, Monden – und von Menschen auch?
Ganz sicher steht er weiter seinen Mann.
Bewahrt das Licht im Herzen, im Kopf – und hoffentlich im Bauch.
So long
K_v_S
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Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin