Zur Nächstenliebe
Hallo in die Runde,
zu Ostern mal ein wenig Biblisches zur eingeforderten Nächstenliebe
Was ist Nächstenliebe, die von Politik und Kirchen eingefordert wird?
Hierzu eine Betrachtung, vor allem der Fragestellung, wer mein Nächster ist:
Dazu gibt es ein Bibelstelle mit einer Geschichte/Gleichnis bei Lukas 10, 30-37:
Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halbtot liegen.
Es traf sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber.
Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber.
Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn;
und er ging zu ihm, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.
Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?
Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!
Daraus ergibt sich:
Die Frage lautet korrekt eben nicht: "Wer ist mein Nächster?", sondern vielmehr: "Wem kann ich mich zum Nächsten machen?" Wenn ich jemandem helfe, dann ist nicht der Hilfsbedürftige mein Nächster, sondern ich, der Helfer, bin der Nächste des Hilfsbedürftigen. Man kann sich selbst zum Nächsten machen. Mit etwas Glück bekommt man dann Nächstenliebe/Dankbarkeit zurück, oder auch nicht.
Das Gleichnis der Nächstenliebe bedeutet also nichts anderes, als in Vorleistung zu treten, allerdings verbunden mit der Verpflichtung des Hilfsbedürftigen, daß man seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll, es also diesem mit Liebe oder materiell vergütet.
Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst, heißt demnach, man soll demjenigen, der einem geholfen hat, lieben wie sich selbst und beinhaltet die Aufforderung, anderen zu helfen, damit man durch diese Tat zum Nächsten wird.
Fragestellungen in dem Zusammenhang: Wenn man sich zu 99 % sicher ist, daß derjenige, dem man aus der Not geholfen hat, einen nicht als "Nächsten" anerkennt und seinen Verpflichtungen nachkommt, was dann?
Wenn wir Asylanten helfen, dann ist das keine Nächstenliebe, sondern ggf. Liebe. Im christlichen Sinn ist jetzt Nächstenliebe der Asylanten ihren Helfern gegenüber gefordert. Nur sind sie auch im christl. Sinne erzogen worden, so daß sie das jüdisch-christliche Gebot befolgen. Moslems beziehen das in jüdischer Tradition sicher nur auf Moslems, wenn überhaupt.
Merkel und viele Deutsche/Europäer haben sich zum Nächsten durch ihr Handeln gemacht. Darauf folgt die göttliche Forderung: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst. Dann schauen wir mal, wie es mit dem Willen zur Integration/Assimilation bei Türken, Afghanen, Syrern, Irakern etc. ausschaut. Sie wären verpflichtet und stehen in der Schuld. Parallelgesellschaften, Forderungen stellen, Abgreifen von Sozialleistungen widersprechen dem vehement.
Gruß Dieter