Mein Eindruck von rumänischen Betrieben

Martin, Samstag, 27.02.2016, 17:20 (vor 3636 Tagen) @ helmut-12192 Views

Ich kann nichts beitragen zur Kampagne, die vermutlich ein ganz guter Ansatz ist:

Wir (im Rahmen eines internationalen Konzerns) sind im Zuge des Outsourcing irgendwann in Timeswar mit der Leiterplattenbestückung gelandet. Auch wegen wiederkehrender Qualitätsprobleme hatte ich mehrere Gespräche mit unseren Einkäufern. Ungefähres Fazit: Die Mentalität der rumänischen Mitarbeiter war nicht sehr kompatibel mit dem was man in einem gut funktionierendem Qualitätssystem erwartet. Nicht rechtzeitiges Erscheinen bei der Arbeit war nur eines der Probleme.

Da aber in diesem Fall unsere Endkunden sehr hohe Ansprüche haben, die Folgekosten an uns selbst hängen blieben, war das Interesse groß, Missstände in den Griff zu bekommen. Harte Arbeit für die Einkäufer und das deutsche Mutterunternehmen.

In eurem Fall sitzt der Endkunde in Rumänien, die Berichterstattung nach Österreich dürfte gefiltert sein, da findet sich dann im Konzern niemand, der großen Handlungsbedarf sehen will.

Ein Hebel ist sicher, dies an die Öffentlichkeit zu bringen. Ein anderer Hebel könnte sein, dass Verstöße gegen Lebensmittelrichtlinien vorliegen (dazu müsste man sich aber schlau machen). Bei einem schlampig geführten Betrieb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass beispielsweise abgelaufene Ware in den Regalen liegt. Dazu müsste es eigentlich eine nationale Anlaufstelle mit Eskalationsmöglichkeit zur EU geben, da Lebensmittel reguliert sind.


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