Ich will das etwas besser erklären
Dann könnte ich seinen Unmut verstehen.
Ist nicht der einzige Supermarkt, es gibt mehrere, vor allem aus Deutschland. Interessanterweise achten die mehr auf ihr Erscheinungsbild als - in diesem Fall - die österreichische Kette.
Wenn du nicht die Nerven hast, das Thema selbst in die Welt zu tragen,
dann nutze doch die Mechanismen des Internet für die
Informationsverbreitung.
Ich versteh das nicht, - "nicht die Nerven dafür haben, das Thema in die Welt zu tragen". Ich blitze bei den Zeitungen ab, also will ich mich des Internets bedienen. Ist das nicht genau das "in die Welt tragen"?
Soweit ich das sehe, handelt es sich um ein
klassisch rot-grünes Thema (Kapitalismus, Ausbeutung,
Umweltverschmutzung).
Da liegst Du falsch. Das ist kein rot-grünes Thema, sondern für jedermann allgemeingültig. Weil wenn Dir das Wasser aus den Pfützen beim Gang vom Auto zum Supermarkteingang in die Schuhe hineinläuft, dann fluchst Du genauso, - egal, ob Du grün oder braun bist.
Kapitalismus spielt nur insofern hinein, als dass man Lebensmittel, insbesonders die aus dem eigenen Land, mit wesentlich mehr angepaßten Preisen anbieten könnte. Der Durchschnittslohn der arbeitenden Bevölkerung liegt bei rund 300 € pro Monat. Die Lebensmittelpreise bei den ausländischen Supermarktketten sind aber gleich wie in Österreich oder Deutschland, oder manchmal sogar um einige Prozent höher. Lediglich einige Grundnahrungsmittel sind angepaßt.
Ausserdem haben die mit "Österreich", seit die
Balkanroute dichtgemacht wurde, sicher noch eine Rechnung offen
.
Tut mir leid, da kann ich keinen Zusammenhang mit der Fragestellung erkennen. Ums mal klar zu sagen: Wir haben hier in Rumänien kein Problem mit de Balkanroute, wir haben hier kein Immigrationsproblem, und die paar Zuwanderer aus dem arabischen Raum sind echte Asylanten. Die sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben und ruhig schlafen können. Durch Rumänien sind keine Völkerwanderungsströme geflossen, die letzte Völkerwanderung fand im 13. Jhdt. statt. Wüßte auch nicht, wofür da noch irgendeine Rechnung offen wäre.
Spontan würde ich Indimedia als Einstiegspunkt wählen. Zwei Stunden
später kennt die ganze Welt die Bilder via Facebook und Twitter ...
Na, - das hilft mir wirklich weiter. Ich habe oftmals hier erklärt, dass ich mit dem IT-Thema nichts am Hut habe und ein einfacher Mensch vom Bau bin. Nun werde ich mich mit dem "Indimedia" auseinandersetzen und das dort veröffentlichen. Das wars ja eigentlich, was ich wissen wollte.
Natürlich kann man fragen, warum mich das interessiert. Klar habe ich persönlich (außer Wasser in den Schuhen) keine größeren Nachteile durch das Verhalten der Supermarktkette. Ich bin hier selbständig tätig, und ich kann mir das Angebot des Supermarktes finanziell erlauben.
Man muss allerdings wissen, dass sich die österreichischen Konzerne und Großfirmen in Rumänien viel früher etabliert haben, als es die deutschen und andere Konzerne gemacht haben. Dadurch haben die eine Art "Heimvorteil". Überhaupt sind hier wesentlich mehr österreichische Firmen als deutsche präsent.
Deshalb braucht man die Sache nicht zu übertreiben und zum Zwecke der Gewinnmaximierung irgendwelche vorsintflutlichen rumänischen Aspekte einzuführen, nach dem Motto, - Hauptsache Gewinn, egal mit welchem optischem Eindruck. Das ist einer österreichischen Firma nicht würdig, zumal es die Konkurrenz aus Deutschland unter Beweis stellt, dass es auch anders geht.
Ich gehöre einfach zu der aussterbenden Rasse, die sich mit dem, was aus der angestammten Heimat kommt (bei mir Österreich), identifiziert und das auch im Bedarfsfall kritisch sieht. Aber ich habe auch Verständnis dafür, dass derlei Gefühle in anderen Ländern abhanden gekommen sind.
Es gibt mittlerweile einige Negativbeispiele von Österreichern, die sich aufgrund dessen, dass sie sehr schnell nach dem Umsturz in Rumänien präsent waren, da "Sonderrechte" erwirtschaftet haben, die nicht mit den gültigen Gesetzen vereinbar sind. Da gibts Beispiele genug, u.a. auch in der Holzwirtschaft. Diese Leute werden - zu Recht- zur Verantwortung gezogen.
Wenn diese Leute aufgrund Ihrer persönlichen Gewinnvorstellungen Raubbau an der Natur betreiben, dann finden sie in vielen Bewohnern des Landes eine Kontrabewegung. Ich bin aus einem wunderbaren Land, nämlich Österreich, hierher gekommen, und habe festgestellt, dass dieses Rumänien landschaftlich sogar noch mehr Aspekte aufweist. Ich werde nicht zulassen, dass die kaputtgemacht werden, und werde mich dagegen - zusammen mit anderen Gleichgesinnten - wehren. Das geht aus dem logischen Hausverstand hervor, der bei mir mit Sicherheit nicht grün gefärbt ist.
Wenn ich mich mit so einer Supermarktkette auseinandersetze, - dann kann man mir auch Borniertheit unterstellen. Ich betrachte es als Weitsicht. Genauso hat es mit der Bausupermarktkette wie z.B. "Baumax" begonnen. Auch Österreicher. Was ist passiert: Aufgrund der von mir weiter oben angeprangerten Mentialität hat das Kundeninteresse nachgelassen, bis die Kette im ganzen Land aufgrund Unwirtschaftlichkeit geschlossen wurde. Die Mitarbeiter sitzen auf der Straße.
O.k., das war nicht in unserer Stadt. Aber auch hier - beim Thema Supermarkt - stellt man zunehmend den Unmut der Kunden fest, - aufgrund dieser Umstände. Klar gibt es auch andere Supermärkte, man wird kaum ein Defizit feststellen. Aber man kennt in einer Kleinstadt viele Leute, natürlich auch so manche der Angestellten in so einem Supermarkt. Und da ist es dann nicht mehr so egal, ob der irgendwann auf der Straße sitzt oder nicht.
Und warum? Aufgrund einer verfehlten Unternehmenspolitik, die dem Konzern, den Aktionären und auch den Angestellten schadet. Das Interessante ist nur dabei, dass diejenigen, die hier falsch am Rädchen drehen, niemals zur Verantwortung gezogen werden. Die kündigen zur rechten Zeit und bekommen einen gleichgearteten Job in einer anderen Supermarktkette.
Sollte ich deshalb mit rot-grüner Einstellung bezeichnet werden, dann nehme ich es mit Ehre auf, - bislang hat man mich zumeist als rechtsaußen einsortiert.
Grüße
Beste Grüße zurück!
.