Halte ich auch für sinnvoll! Er hat oft leider nur einen Feigenblattcharakter.

Olivia, Mittwoch, 10.02.2016, 14:09 (vor 3650 Tagen) @ Dragonfly2321 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 10.02.2016, 14:44

Die Medizin-Doktorarbeiten sind berüchtigt für ihre wissenschaftliche "Bedeutsamkeit". Wenn man an vdLs Arbeit denkt (67 Seiten, von denen 27 "in der Plagiatskritik" standen), dann schätze ich, dass bereits gute Facharbeiten in wirklich guten Schulen/Gymnasien ein höheres Niveau haben. Ich habe allerdings sogenannte FH-Diplom-Arbeiten von Stellenanwärtern zu lesen bekommen, die mir die Haare zu Berge stehen ließen. Meiner Ansicht nach hätte das noch nicht einmal zu einer Facharbeit in einem vernünftigen Gymnasium gereicht. Aber die meisten Schulen haben sich ja wohl auch angepaßt. Wenn ich im TV höre, wer sich alles über sein Abitur freut und noch nicht mal richtig Deutsch sprechen kann, dann kann ich mich nur wundern. Ich hatte das große Glück, meine Tochter auf ein naturwissenschaftliches Gymnasium schicken zu können, das in einem der "bevorzugten" Stadtteile liegt. D.h. die Schüler konnten ALLE gut Deutsch. D.h. weiterhin: Meine Tochter hat in der Schule gut DEUTSCH sprechen und schreiben können, weil ALLE das konnten - und weil es den ELTERN wichtig war. An der großen "Exzellenz"-Universität, an der sie inzwischen eingeschrieben ist, wird sie von ihren Kommilitonen als "Sprach-Nazi" bezeichnet, weil sie ihre Freude auf primitiviste Deutsch-Fehler hinweist. Wohlgemerkt: "Die Freunde" sind hier aufgewachsen. Meine Tochter hat erst mit 11 Jahren Deutsch gelernt.
Woran das liegt???????
Ganz sicher nicht alleine an der "Benachteiligung". NEIN, es liegt daran, dass es den meisten Menschen nicht mehr WICHTIG ist!
All denen möchte ich die Jugenderinnerungen von Elias Canetti "Gerettete Zunge" ans Herz legen, auf dass sie zumindest einen kleinen Anhaltspunkt davon bekommen, was Kinder "nebenbei" lernen können, wenn es der Gesellschaft bzw. der gesellschaftlichen Schicht, in der sie aufwachsen, WICHTIG ist!

Und das setzt sich dann natürlich fort und endet dann bei Doktor- und Diplom- bzw. Master-Arbeiten und ihrer Qualität.

Hauptsache, der "Schnitt" stimt, was drin steht, ist wohl nebensächlich für die Meisten.
Eine meiner Nichten saß übrigens 2 Jahre an einer experimentellen Medizin-Doktorarbeit. Das "gewünschte" Ergebnis kam nicht heraus. Leider gab sie auf. Da sie aber bereits sehr früh erfolgreich im chirurgischen Bereich tätig war, hat es ihr "bisher" nicht geschadet.

Und weil es so schön gruselig ist: Hier die neuesten Ergebnisse zu PISA:
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8049394/jeder-fuenfte-scheitert-an-einfachs...

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