Schon im 18. und 19. Jh hat man die antiken nackten Statuen mit Feigenblättern versehen: (mTuB)
http://www.mykath.de/topic/26638-die-grosse-kastration/
"Es gab im Sommer 2000 in der Glyptothek in München die Ausstellung „Das Feigenblatt“.
Dazu: Raimund Wünsche; Peter Prange; Das Feigenblatt; Verlag: Staatliche Antikensammlung u. Glyptothek, Juli 2000
Dort findest Du viele Texte zum Thema. Allerdings war das Feigenblatt speziell im 18./19.Jhd. in Mode und auch nicht nur in kirchlichen Kreisen sondern auch in den weltlichen Museen. Geschlechtsteile wurden meines Wissens aber niemals entfernt, ich wüsste dazu keine Belege, wohl aber litten viele Skulpturen durch die Anbringung von Feigenblättern - Aufrauhung des Mamors oder Rost, der sich von den Blättern oder sie befestigenden Drähten in den Mamor fraß.
Die einzige Skulptur von der man, wie ich denke, annehmen kann, dass sie kastriert wurde, ist Michelangelos Satyr, der auf einer frühen Zeichnung noch mit überdimensioniertem Geschlechtsteil dargestellt wird. Weiß den Zeichner grad nicht, kann aber nochmal in Büchern rumwühlen, wenns interessiert."
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"Na ich habe in den vatikanischen Museen etliche Statuen mit abgehauenen Penissen gesehen. Und die waren nicht durch irgendeinen Metallfraß weg, sondern offensichtlich durch einen metallenen Meißel."
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vs. Barberinischer Faun:
![[image]](http://www.thecultureconcept.com/circle/wp-content/uploads/2012/09/Barbarini-Faun-BEST.jpg)