Die Politik kann kein Heilsbringer sein
Guten Tag,
Und als selbstkritischer Geist denke ich, dass wir aufgrund der ganzen
Schlacke, die unsere Lebensleistung hinterlässt, auch mal wieder mit
Leiden dran sind. Oder glaubst du, unsere Lebensleistung ist Ergebnis
einer
unbefleckten Empfängnis?
Höre ich da eine Lust an der (Selbst-) Geißelung heraus?
Ich war unartig, Meisterin Merkel, bestrafe mich! Nimm mir alles!
Meine Haltung hat nichts mit Lust an der (Selbst-) Geißelung zu tun. Ich erwarte nur von der Politik keine Heilung und dresche deshalb auch nicht sinnlos ununterbrochen auf selbige ein.
Dazu eine kleine Privat-Story:
Als Dipl. Ing. war ich vor Jahren lange Zeit Leser der VDI-Nachrichten. In dieser Monatszeitung bediente ein gewisser Heiko Mell die Rubrik Karriereberatung. In dieser Rubrik konnten Leser ihre Fragen zum Besten geben und Heiko stand Rede und Antwort.
Die meisten Fragen hatten immer den Tenor, dass sich der Arbeitgeber oder Vorgesetzte als bösartig, beschissen, inkompetent, unfähig oder gar zerstörerisch darstellte und der Fragesteller deshalb in Sorge um seinen Arbeitsplatz und seine Karriere unzufrieden, frustriert und verängstigt war.
Beim Beantworten dieser Fragen ist Heiko niemals nimmer auf den bösartigen beschissenen, inkompetenten, unfähigen oder gar zerstörerisch agierenden Arbeitgeber oder Vorgesetzten eingegangen. Stadtessen reflektierte Heiko ausschließlich darauf, was der Fragesteller nun aus sich heraus tun kann, um seine persönliche Situation zum eigenen Wohl zum Besseren zu wenden.
Nun haben wir es hier sicherlich nicht mit der profanen Arbeitswelt und Karriere zu tun, aber das Prinzip ist identisch. Das eigene Wohl liegt in der ganz persönlichen Haltung zur Welt. Bei mir äußert sich diese Haltung so, dass ich zunehmend unpolitisch werde und das Treiben mehr oder weniger kommentarlos zur Kenntnis nehme und mir im stillen Kämmerlein meine warmen gelben Gedanken mache.
Was du mit der Schlacke, die deine Lebensleistung hinterlassen haben soll,
meinst, würde mich ehrlich interessieren.
Beispielsweise das olle Monitorgehäuse unten rechts im Bild, dass aufgrund meiner Lebensleistung einst auch meinen Schreibtisch zierte.
Mit freundlichen Grüßen
Schneider
P.S. Da ich mein Geschreibsel versehentlich zu früh abgeschickt habe, ist der Inhalt der Mail, die bei dir angekommen ist, inhaltlich sicherlich etwas unvollständig und orthographisch zerschossen aufgeschlagen.