Es war am 16. Januar in Magdeburg
Danke Dieter,
auch Dir.
Sah dann erst, dass Du, als ich noch schrieb, schon ähnlich hinterfragt hast.
Kleine Anmerkung, es ging nicht um Leipzig, sondern um Dresden und Magdeburg.
Wie dreist der Welt-Redakteuer den diesjährigen Artikel fast von dem zu Dresden von 2010 abkupfert, ist schon wüst. Und das, wo der alte Artikel bei dem von diesem Jahr zu Magdeburg verlinkt ist.
Wie gesagt: Da meine Familie z. T. aus dem Magdeburger Umland stammt, habe ich die Geschichten schon als Kind (das war ja nur 25 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen - so lange ist die Wiedervereinigung her) zu hören bekommen. Das war purer Vernichtungs-Terror, und so war es ja auch gedacht.
Und das wird auch noch verteidigt! Von den selben Leuten, die meinen, dass die Merkel Deutschland wieder ein menschliches Gesicht verliehen hätte. Ohne zu fragen, wie denn das Gesicht Deutschlands ein Jahr zuvor beschaffen gewesen sein soll!
Wenn man solche Mittel verteidigt, dann kann man sich auch kaum dagegen wehren, dass sie woanders angewendet werden.
Wer gegen solchen Terror ist, der muss diese Mittel verurteilen (sie sind ja auch dann mehrfach im Völkerrecht zusätzlich geächtet worden - und das eben nicht umsonst).
Und das gilt eben für alle: Wer nicht will, dass er aus politischen Gründen verprügelt wird, der darf sich solcher Mittel nicht bedienen etc. pp.
Wer will, dass der Staat neutral sei, der muss das in jeder Hinsicht gelten lassen.
Viele freundliche Grüße
azur
PS: Wenn immer von der Unfähigkeit zu trauern gesprochen wird, dann meint es imho auch die eigenen Opfer. Wer soll denn um diese trauern, wenn nicht wir?
Wenn ich bedenke, wieviel tatsächlichen Einfluss auf politische Entscheidung ich habe, nämlich kaum einen, dann relativiert das auch manchen Vorwurf gegenüber anderen.
Es besteht immer auch die Gefahr, dass es wohlfeil ist, leichtfertig und großmäulig über Vorige zu urteilen.
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