Sorry, leider falsch (Aufrufzahlen von CrisisMaven-Beitraegen) ...
Eines vorweg:
Darüber hinaus werden nur die Aufrufe der Beitragskette gezählt, egal, welchen Beitrag Du in der Kette anspringst und liest, was heißt, dass Du natürlich auch die Aufrufe der Antworten auf Deine Beiträge "gutgeschrieben" bekommst.
Dies ist falsch. Der Verdacht liegt zwar angesichts der Struktur des Forums nahe, wie von mir ebenfalls neulich beleuchtet.
Aber, genau darum habe ich Threads angefuehrt, bei denen es keine Antworten anderer Foristen, die fuer eine Steigerung derer Gesamt-Aufrufe verantwortlich sein koennten, gibt.
Umgekehrt wird aber ein Schuh daraus: ich habe mehrmals beobachtet (es ist schwer zu trennen), dass Threads dann eine erhoehte Aufrufrate bekommen, nachdem ich zusaetzlich was im Thread geschrieben habe (bekanntlich eroeffne ich ja eher selten Threads ganz neu).
Zum Rest:
an dieser Annahme mag was Wahres dran sein, doch …
@CrisisMaven: «Diese Leser lesen meine Beitraege bestimmt nicht, weil sie irgendwer dazu zwingt.»
… unterschätze beim Zählen den Multiplikator der Einsätze von Links in Deinen Beiträgen nicht, die nicht selten auf Deine Beiträge führen,
Richtig. Und warum? Weil jeder neu hinzukommende oder seltene Leser ansonsten nicht wuesste, dass es bereits lange vorher zum Thema einschlaegige Beitraege gab. Aber: man muss auch diese nicht klicken! (Thema Internetsucht).
Und weiter: wenn diese verlinkten Beitraege ihrerseits dann die Leser(innen) nicht (weiter) interessieren wuerden, ginge automatisch die Bounce Rate hoch. Was passiert aber, wenn ich schreibe? Sie geht systematisch runter!
die der "Forist" (hier schließe ich aus der Erfahrung meiner Vorgehensweise beim Lesen von Beiträgen und Verallgemeinere diese) schon einmal gelesen hat.
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Das mag im Einzelfall sein - nochmal, wer meine Beitraege in einen Texteditor kopiert, sieht unmittelbar, dass der Text -in aller Regel- auch ohne klicken auf lediglich als weiterfuehrende Literatur oder Belege gedachte verlinkte Beitraege aus sich heraus verstaendlich ist. Keiner meiner Kritiker hat dies bisher widerlegt. Wenn also einer meint, das verlinkte bereits schon mal gelesen zu hben, warum klickt er/sie dann? Ich werde den Verdacht nicht los, dass das dasselbe Zwangs-Verhalten ist wie bei Leuten, die mitten in einem Gespraech mit andern zum Mobiltelefon greifen, bloss, weil es klingelt.
Also, nochmal: einfach mal lesen, ohne zu klicken (bei Wikipedia dienen die Links ja auch keinem anderen Zweck). Und nur das im zweiten Durchlauf klicken, was man meint, dass es einen dann immer noch interessieren koennte.
Abschliessend: es geht nicht drum, "mich gross zu tun". Das sind einfach statistische Fakten.
Aber die Reichweite des Forums ist tatsaechlich so, dass, abhaengig natuerlich vom Thema und vom Autor eines Beitrages, die Leser(innen), die keinen Foren-Schreib-Zugang haben, die Foristen regelmaessig um 1:50, 1:100 bis sogar 1:1.000 (bei einigen meiner Beitraege) uebertreffen.
Versetz' Dich einfach mal in einen Neu-Leser oder seltenen Leser: der/die kann i.d.R. gar nie ermessen, was zu einem Thema bereits an Fundgrube im Forum vorliegt. Regelmaessig wird das ja sogar an neuen Foristen kritisiert, dass sie so gut wie nichts gelesen haben (und sich auch trotz mehrfacher Aufforderung nicht die Muehe machen)! Aber andererseits ist m.E. an den alteingesessenen Foristen zu kritisieren, dass es sie wenig Muehe kosten wuerde, statt z.B. @dottore einfach nur auszugsweise zu zitieren, einfach auch noch den Link zu dem Beitrag (oft aus dem alten EWF-Forum) zu setzen - kostet echt nur ca. drei Sekunden! Wuerde aber einigen Neulingen Sucharbeit ersparen (mancher Neuling scheint ja wirklich willig - aber nicht jeder zieht sich z.B. 10.000 Links zu @dottores Beitraegen in ein EXCEL-Sheet und versucht sie, zu bewerten [stehe selbst immer noch am Anfang]). Bis auf die Realenzyklopaedie (hier wieder mal NICHT VERLINKT ...) sind naemlich die einzelnen "Perlen" z.B. des Debitismus "im Vorbeigehen" entstanden und daher im Nachhinein fuer voellige Anfaenger aeusserst muehsam nur zu finden.
Jetzt stelle man sich vor, ein Leser landet nach drei Jahren auf einem Beitrag, mitten in einem Thread, den er/sie durch eine Suchmaschine gefunden hat (soll's ja geben, nech?) - wie soll der ermessen, "auf welchen Schultern von Riesen" der einzelne Beitrag steht, wenn die Links nicht gleich mitgeliefert werden? Aussichtslos.
Ich schreibe aber, wenn ich nur irgendwie die Zeit finde, immer so, dass ich die Beduerfnisse eines solchen Lesers im Hinterkopf behalte. Man darf bitte auch nicht vergessen, dass viele, die meisten, Foren im Internet mit Flachdenkern bevoelkert sind und von Schwachfug und Unausgegorenem nur so ueberquellen. Mit diesem (Vor-) Urteil naehert sich jeder neue Leser auch dem Gelben Forum. Wie sollte es anders sein? Nimmt man dazu noch die altvaeterliche Anmutung des Foren-Design, dann ist das Vorurteil jedenfalls perfekt. Wenn so jemand (der erste Eindruck ist immer der wichtigste) dann nicht sofort an der Hand genommen wird, dann stehen die Chancen 99:1, dass er/sie niemals wird ermessen koennen, dass und warum dieses Forum eben doch ein wenig anders ist ...
Drum auch habe ich eben dies geschrieben ... Passiert ist trotz > 300.000 Aufrufen wenig. Warum wohl? Meine Vermutung: weil eben neue Leser immer als erstes auf einen beliebigen "kryptischen" Beitrag im Forum stossen, der nicht aus sich heraus verstaendlich ist (weil er zuviel voraussetzt, weil die Beleglinks fehlen ...) und ... warum sollte jemand so etwas weiterempfehlen?
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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