Kann man in Zeitreihen nicht erkennen
Müsste besser heißen: Warum steigen die Schulden in allen Sektoren
schneller als die Zurückhaltung von Liquidität
In der öffentlichen Datenbank der Bundesbank gibt es für jede Position
eine Zeitreihe.
1.) Welche Zeitreihen hast Du hier verglichen?
Hallo
Wie willst du daraus erkennen, wann und wieviel Liquidität jeweils zurückgehalten wurde?
Da wird nur die gesamte Geldsumme M1 zu einem Stichtag dargestellt.
Wo sich die Sichtguthaben jeweils befinden (Spekulationskonto, Transaktionskonto) und die ganzen inner- tägigen oder monatlichen Geldströme sind nicht aufzuschlüsseln. Man kann aber ungefähr nachvollziehen, wie die Sparer jeweils angelegt haben (was ich ja getan habe) und daraus folgern, dass Liquiditätströme stattfanden. Wenn jemand z.B. eine Anleihe emittiert, hortet der Emittent das erhaltene Geld ja nicht sondern verwendet es.Das gleiche für alle Schuldverschreibungen. Genauso wenig wie eine Bank in inflationären Perioden ihre Liquidität hortet, wenn sie Sparverträge abschließt.
Man sieht nur, dass sämtliche Schulden in allen Sektoren gestiegen sind, eine Kausalität lässt sich aus den Zeitreihen nicht ablesen.
Insofern habe ich das empirisch und sachlogisch versucht, abzuleiten, und daraus erst mal eine These gebildet.
2.) Findet das "ungleiche" Wachstum von Anfang an statt, oder erst seit
den unkonventionellen geldpolitische Maßnahmen in Form des Programms zur
geldpolitischen Lockerung?
QE findet nur in Deflationen nach Krisen statt.
Ich hatte doch geschrieben, dass in einer Deflation vermehrt Liquidität gehortet und ENTschuldet wird und von daher die private Verschuldung nicht permanent ansteigen kann. Geldvermögen werden zum Teil ausgebucht oder in die Bilanz der ZB übertragen (vgl. Japan). Hast Du schon mal beobachtet, dass in einer Deflation die Schulden insgesamt steigen?
3.) Hast Du bezüglich dieser Frage schon mal das Buch von Otmar Issing
gesichtet?
VG
amos
Sagt mir jetzt nichts. Bitte entscheidende Zitate/Textausschnitte verlinken
Gruß