Denke, dass Du da nicht ganz recht hast
Sie werden vielleicht auch nicht gegen das eigene Volk schießen (Herbst
89 in der DDR), aber die meisten von ihnen werde keine Sekunde zögern,
ihren vereidigten Dienst zu verrichten, um den Tagesbefehlen zu genügen
(z.B. Registrierung und zuvorkommende Betreuung von Migranten). Bei
Nichtbefolgung droht ja auch immerhin der Verlust ihrer
Pensionsansprüche.
Hat was für sich. Aber das mit dem "Dienst verrichten" wird sich auf "Dienst nach Vorschrift" reduzieren. Mit dieser Gangart kann niemals eine Ordnung im Staate aufrecht erhalten werden.
Polizisten sind für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung da.
Wenn diese öffentliche Ordnung allerdings auf die widerrechtliche
Anwendung von Rechtsnormen fußt, dann sei darauf geschxxxen.
Sie werden dann den schwierigen Weg der Gratwanderung gehen, dass man ihnen einerseits nicht vorwerfen kann, sie hätten ihre Dienstanweisungen nicht befolgt, andererseits aber beim Richtungswechsel nicht vorwerfen kann, sie hätten die rechtsstaatlichen Normen (nach internationalem Regelment) mißachtet.
Ich halte mich nach wie vor so gut es geht von den Ordnungshütern fern
und werde ihnen Zeit meines Lebens nie mehr über den Weg trauen.
Das ist auch besser so,- weil es keine Polizeieinheit mit derselben uniformen Auffassung gibt, sondern die Leute durchgemischt sind, von der linken bis zu rechten Seite. Man weiß nie, an wen man kommt. Drei Kameraden sind als repräsentatives Beispiel zu wenig.
Vergesst bitte alle den Widerstand von innen. Den gab es nie und wird es
niemals geben und komme mir bitte niemand mit den Herrschaften sprich
Putschisten vom 20. Juli 44.
Mag sein, - aber es gibt genügend, die mitdenken. Ich weiß das aus erster Hand. Sie werden nicht als erstes die Waffe gegen die eigenen Dienstherren richten, aber sie werden die letzten sein, die sie benützen. Aber auch bewußtes Danebenschießen ist offiziell "Pflichterfüllung". Die Vorgesetzten und die Leute in den Ministerien wissen das ganz genau.Gruß - Helmut