Kann man so nicht sagen, es gibt Licht und Schatten!

Olivia, Montag, 28.12.2015, 17:33 (vor 3692 Tagen) @ Piter2868 Views
bearbeitet von unbekannt, Montag, 28.12.2015, 18:34

Hallo,

von der spanischen Ausbildung habe ich persönlich KEINEN guten Eindruck, es sei denn, dass die auf einer SEHR GUTEN und teuren Privatschule stattgefunden hat. Ich denke, dass die Ausbildung im ehemaligen Ostblock besser war.

Was die deutschen Krankenhäuser betrifft, so stehen die unter einem enormen Kostendruck und beschäftigen u.a. sehr viele "billige" Mitarbeiter (woher auch immer die kommen mögen). In der Regel haben die in den Krankenhäusern Beschäftigten SEHR WENIG Zeit für ihre Patienten.

Das hängt selbstverständlich damit zusammen, dass aus dem Sozialsystem unendlich viele Menschen Leistungen schöpfen, die niemals dort eingezahlt haben und wohl auch niemals dort einzahlen werden. Das geht eine ganze Zeit lang gut und irgendwann ist das eben ausgereizt. Das aber liegt in der Natur der Sache.

Privatpatienten kommen in Deutschland immer noch gut klar und in Privatkliniken ist auch die Fürsorge für Patienten in Ordnung.

Während der Zeit, als ich in Spanien lebte (keine arme Umgebung), mußte ich einmal nachts in eine Notaufnahme, weil mich eine wilde Katze gebissen hatte.
GING NICHT, gab es nicht! Ich war an mehreren Krankenhäusern vorstellig, dort warteten unendlich viele Menschen auf eine Behandlung. Ich wurde abgelehnt, weil ich Ausländer war (obwohl ich privat gezahlt hätte). Auch Stadtteilambulanzen nahmen mich nicht an (die sahen auch nicht sehr vertrauenserweckend aus). Meine Spritze m̶u̶ß̶t̶e̶ musste ich mir dann mithilfe eines deutschen Orthopäden selbst in der Apotheke kaufen, zum Arzt bringen und dann wurde ich gespritzt. WAR EINE SEHR denkwürdige ERFAHRUNG! Und hat mich sehr nachdenklich gemacht.

WIR sind in Spanien NUR zu deutschen Ärzten gegangen. Die haben gut funktioniert! Sie erzählten uns, dass auch spanische Patienten, die einen Kliniktermin benötigen oft so lange warten müssen, bis sich das Problem von selbst erledigt hat (Patient inzwischen verstorben).
Ausländer haben sich die Spanier dann eh vom Hals gehalten. Möglicherweise auch deshalb, weil so viele Briten oder sonstige Rentner versucht haben, dort kostenlos "unterzuschlüpfen".

In Skandinavien sind deutsche Ärzte sehr begehrt. Meine Nichte arbeitet zur Zeit dort. Die Sozialbedingungen für Ärzte und die Gehälter sind besser. Allerdings werden jetzt Kliniken zusammengelegt und damit werden Ärzte überflüssig und SELBSTVERSTÄNDLICH müssen die Ausländer gehen. Das ist so z.B. in Dänemark. Diese Länder achten mehr darauf, dass es ihren eigenen Bürgern gut geht.

Trotzdem: Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und Spanien.... v̶e̶r̶g̶i̶ß̶ vergiss es, wenn du nicht auf eine Elite-Schule gehst. Dort aber lernen sie ordentlich!

In D nimmt offenbar auch die Zahl der Ärzte zu, die keine Kassenpatienten mehr nehmen, sondern nur noch Privatpatienten. Sie müssen fast wie am Fließband arbeiten. Und wenn ich nur die Fälle aus meinem Bekanntenkreis sehe, die zwar ein ziemliches Einkommen haben, aber mit einem Minimalsatz krankenversichert sind, weil die Einkünfte nicht dazu gerechnet werden, dann kann ich sehr gut verstehen, dass die Ärzte die Nase voll haben.

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