Zur Situation in Leipzig
Hallo zusammen,
da ich mehrere Jahre in Leipzig gelebt habe, mal ein grundsätzlicher Kommentar dazu. Connewitz die benachbarte Südvorstadt sind traditionell Linken-Hochburgen. Es kam dort im Laufe der letzten 20 Jahre regelmäßig zu heftigen Konfrontationen zwischen Polizei und "Autonomen". Nicht nur am ersten Mai. Es ist normal und sozusagen Tradition, dass dabei auch Autos, Mülltonnen und sonstiges angezündet werden. Was in den Videos vom 12.12. zu sehen ist, ist für Leipziger Verhältnisse absolut nicht außergewöhnlich. Das ist gelegentlich viel härter eskaliert - nur mit weniger medialem Interesse.
Den Linken dort ist jeder Vorwand recht, um sich mit der Polizei zu prügeln und ihrem Lebensfrust Ausdruck zu verleihen. Wenn rechte Gruppierungen dort Demos durchführen, ist das eine offene Kampfansage und wird auch als solche verstanden und dankend angenommen.
Alles nichts Neues, so läuft das da seit vielen Jahren. Polizei beschützt rechte Demo, linker Mob provoziert aus der 2. Reihe und geht erst auf die Polizei und dann auf die Rechten los. Rechte zahlenmäßig immer unterlegen und dann richtet sich die Aggression nur noch auf die Polizei und gegen Materie.
Meine persönliche Meinung: es ging dabei noch nie um Ideologioen oder gar um Politik, es war schon immer die pure Lust an physischer Konfrontation. Das Sinnvollste wäre es, wenn die Polizei sich raushalten würde und sich jeweils 20 Mann Gruppen ungefähr gleicher Kampfklasse gegenüberstellen würden und sich dann solange prügeln, bis alle genug ausgeteilt und abbekommen haben und zufrieden zum Wunden Lecken nach Hause gehen können.
Bei der ebenso traditionellen Connewitzer Schneeballschlacht oder der Gemüseschlacht funktioniert das - obwohl es dabei teilweise sehr ruppig zugeht - auch ganz gut. Dies wird mehr oder weniger geduldet und es geht ringsum weniger kaputt, als bei den Demos. Danach sammeln Krankenwangen die Verletzten ein und alle sind zufrieden. Dort gab es im Gegensatz zu den Demos nach meinem Kenntnisstand noch nie Schwerverletzte oder Tote.
Nicht überberbewerten, was und wie die Medien berichten. Alles ist so, wie es immer war - egal, wer was hineininterpretiert.
Beste Grüße,
Positiv