Die meisten lesen nur die Überschriften
""Diese Gewalt von Anarchisten ist schockierend"
prangert jetzt als Überschrift. Vorher hiess es auch "Krawalle bei
Neo-Nazi-Aufmarsch" (so ähnlich, oder "Krawalle bei rechter Demo").
http://www.welt.de/politik/deutschland/article149891688/Diese-Gewalt-von-Anarchisten-is...
Diese Verschleierungs- und Manipulationstechniken kann man schon nicht mehr subtil nennen. Sie treten heute sehr offen zu Tage. Und das hat wohl auch damit zu tun, dass die Medienindustrie es gewohnt ist, als einzige über Recherche-Instrumente und auch eigene Informationssysteme zu verfügen. Früher bekam es die Kundschaft einfach nicht mit.
Das bedeutet nicht, dass da heute nicht ein enormes Stück Arbeit zu leisten wäre. Die meisten lesen halt SPIEGEL, ZEIT, Bild & Co. Und dort funktioniert es fast durchgehend so.
Auch in diesem Beitrag geht es um dieselben Vorgehensweisen und dieselben üblichen Verdächtigen in diesem Spiel:
"Die Eliten wissen recht genau, wie Wahrnehmungsweisen der Masse funktionieren. Man kann es auch im persönlichen Umgang erfragen: Nicht zuletzt die Besserverdienenden und ‚Gebildeten‘ – und nach den Statistiken die Jungen – haben sich von regionalen Medien abgewendet. Sie lesen also diese Meldungen erst gar nicht. Auf den großen Portalen kommt es dann auch darauf an, wie Überschrift und Anlauftext formuliert werden. (Ich habe zuletzt hier gezeigt, wie etwa der „Spiegel“ seine Leser manipuliert. Einwände habe ich dazu bisher nicht vorgefunden.) Es wäre interessant, die internen Statistiken zu kennen. Negativmeldungen dürften tendenziell gemieden werden. Überhaupt reicht wohl oft das Lesen einer Überschrift der Bestätigung des Ressentiments gegen die eigenen Mitbürger [...]."
http://filmdenken.de/verwirrung-ueber-gewalt-durch-und-gegen-fluechtlinge-berichterstat...