Danke für die Artikelempfehlung! Die eigentliche Kernaussage ist aber nicht so richtig deutlich geworden

Mephistopheles, Datschiburg, Donnerstag, 03.12.2015, 14:17 (vor 3716 Tagen) @ Bernadette_Lauert2522 Views

"Kritiker zu Gast beim Spiegel" von Katrin McClean

http://www.heise.de/tp/artikel/46/46264/1.html

Die Autorin schildert ihre Eindrücke von einer SPIEGEL-Veranstaltung vom
Juni 2015. Das ehemalige Nachrichtenmagazin

...deutlich geworden dagegen ist:

Die Fakten stimmen!
Und die stimmen überall, ob bei Bild, Welt, Süddeutsche, FAZ oder Focus.

Und das ist ja genau das Problem.
Die Fülle an Fakten, an Informationen, ist heute dermaßen groß, dass es gar nicht darauf ankommt, ob die Fakten stimmen, sondern welche Fakten den Lesern präsentiert werden.
Es gibt zu jedem Fakt eine gegenteilige oder abweichende, ergänzende, und widersprechende Information.
Durch die Auslese der Fakten wird dann das gewünschte Weltbild vermittelt, und das ist das Weltbild, welches im Interesse des Nachrichtenmagazins und seiner PR-Abteilung liegt.
Informationen, die diesem Interesse zuwiderlaufen, werden den Lesern nicht übermittelt, obwohl sie genau so eindeutig belegbar sind wie diese Fakten, welche dann veröffentlicht werden.

Die Interessen des Nachrichtenmageazins sind aber nicht mit den Interessen des Lesers identisch. Das wäre für sich aber noch kein Problem, dann soll das Nachrichtenmagazin sich halt eine Zielgruppe suchen, deren Interessen mit den ihren identisch sind.

Das Problem der Nachrichtenmagazine besteht aber darin, dass Informationen, welche für die Leser von Interesse wären, von diesen sytematisch unterdrückt werden. Und immer mehr Leser fragen sich natürlich, wieso sie dann dafür bezahlen sollen.

GrußMephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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