Die Saldenmechanik interessiert niemanden...
gleichwohl sie ein phantastisches Werkzeug ist um logikwidrige wirtschaftspolitische Vorhaben zu entlarven.
Schmidts Vortrag ist da wirklich empfehlenswert anzuschauen.
Aber: das sind ja olle Kamellen. Wer das wissen will, weiß es längst. Es hat die Neoklassik nicht erschüttert, vom davon zu unterscheidenden neoliberalen Paradigma gar nicht zu reden.
Und woran liegt das?
Es geht nicht um Makro!
Makro ist schön und gut.
Aber es geht um die Mikrofundierung! Darüber wird sich das neue ökonomische Denken entwickeln.
"There is no theory of markets."
H/S sind ein super Anfang die privatrechtliche Seite anzusehen. Aber es gibt die öffentlich-rechtliche Seite auch. Und zwar nicht "nur" als "Macht", da bleibt sogar der "Debitismus" in der Analyse unterkomplex.
Die Mikrofundierung ist es.
Sieht Philip Mirowski (Vorlesung bei Plurale Ökonomik) auch so.
Einen Nobelpreis verdient, wer einerseits die Mikrofundierung hinbekommt (und damit z.B. die spezielle europäische Situation erklären kann: z.B. fehlendes verlässliches Privatrecht und fehlende fiskalische Infrastruktur um verlässlich Steuerforderungen eintreiben zu können in Griechenland) und andererseits das Ganze in eine Makroöknomische (besser: gesamtwirtschaftliche) Wirtschaftspolitik transformieren kann. Also eine Wirtschaftspolitik, die über den Monetarismus (Quantitätsgleichung) und den Keynesianismus (NIPA accounts) und auch über Copeland (Flow of Funds accounts) hinaus geht!
"There is a nobel prize for you!"
Beste Grüße
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BillHicks
..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.