Substitution

Brauer, Dienstag, 24.11.2015, 18:53 (vor 3724 Tagen) @ Centao3725 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.11.2015, 18:58

Da der ETP-Ansatz gewählt wurde, sind m.E. doch aber
alle Verbrauchs(-er) Anteile schon indirekt (Öl-Preis-Diagramm Abb.11)
beinhaltet, also z.B. auch die Kohleförderung und Substitution (die ja in
die Verbraucherpreise bzw. Nutzung einspielen)?

Da hast du wohl großteils recht. Gerade was Kraftwerke und stationäre (Heiz-)energieerzeugung angeht, sind solche Effekte auch schon in den bisherigen Daten enthalten. Trotzdem könnten noch neue dazukommen.
Da die Autos ab 2030 nicht plötzlich mit Kohle fahren werden, es sei denn man verstromt sie und erzeugt ebenfalls Verluste, wird man sie möglicherweise doch verflüssigen.
Für die Verflüssigung spräche, dass die vorhandene Infrastruktur wie z.B. Tankstellen und -lager weiter genutzt werden könnte, bzw. rückwärtskompatible Treibstoffe erzeugt werden könnten, wodurch viele ältere Fahrzeuge in Betrieb bleiben könnten.
Für die Verstromung spräche ein möglicherweise höherer Gesamtwirkungsgrad, was aber u.U. von Preisanstiegen oder Erschöpfung der Vorkommen bei den Rohstoffen für Akkumulatoren wieder zunichte gemacht wird.
So oder so könnte hier die Kohle noch stärker genutzt werden, da deren Vorräte ingesamt größer sind. Erst dann kommt der Holzvergaser [[zwinker]]
Bei (lt. Wikipedia) 782 Mia. Tonnen Kohle und 172 Mia. Tonnen Öl, unter Beachtung des Faktors 1,22 für die Umrechnung von Öl in Kohle, komme ich auf 3,7-fach höhere Kohleenergievorräte im Vergleich zu Öl.

Übrigens fiel mir da "charttechnisch" was auf: Ölfunde & Ölförderung
Immer etwa 10-15 Jahre nach einem Peak bei den Entdeckungen, kommt seit den 70ern ein Peak bei der Förderung. Vorher war die Wirtschaft anscheinend noch nicht derart ölabhängig, dass sich gleich alle Entdeckungen auch in Förderung niedergeschlagen hätten. Für die Zukunft vermute ich aber, dass die Korrelation von neu entdeckten, unter EROI Gesichtspunkten förderbaren, Vorkommen und der Ölförderung mindestens so stark bleibt wie bisher. Und da sind wir wohl auf dem absteigenden Ast.


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