OT :-))) - Autarke Kommunikation - Antwort auf Fragen in einem Thread
Autarke Kommunikation
In einem Thread der inzwischen im Niemandsland verschwunden ist, wurde im Zusammenhang mit Kommunikation auch das Thema CB-Funk angesprochen. Da mich das Thema interessiert, habe ich mich damit beschäftigt und einige Punkte zusammengestellt.
Allgemeines zur Funk-Kommunikation:
Sie ist unabhängig vom Internet und von den Handymasten, wäre also auch in dem Falle verwendbar, wenn die genannten Kommunikationsmittel ausfallen würden. Funk bietet jedoch mehr als das und ist zudem in der Lage, das Internet zu nutzen.
Die verfügbaren Funkarten werden unterteilt in:
Familienfunk: (PMR, Freenet etc. - Reichweite 0,2 bis ca. 5 km – möglichst Sichtverbindung)
Bürgerfunk (CB-Funk – Reichweite wird nachstehend ausführlicher besprochen)
Amateurfunk (professioneller Funk, der eine Prüfung voraussetzt, weltweit)
Spezielle Funkarten wie z.B.
Seefunk
Flugfunk
Firmenfunk
etc.
Allgemeines zum CB-Funk
Die folgenden Zeilen beschäftigt sich nur mit dem CB-Funk (auch Truckerfunk genannt – Verbreitung bei den Lastwagenfahrern in D soll bei 70 % liegen. CB wird bereits von einigen Verkehrszeichen mit Funkverbindung - an den Autobahnen in D - zur Sprachwarnung der Trucker genutzt. z.B. VORSICHT, Baustelle etc.….. Kanal 19 oder 9).
CB-Funker benötigen keine Lizenz. Sie müssen sich nicht registrieren und der CB-Funk in Deutschland ist kostenlos. Es gibt eine Vielzahl von Geräten, die für diese Funkart zur Verfügung gestellt werden. Der Einstiegspreis für vernünftige Neugeräte beginnt bei ca. 50 Euro (ohne Antenne) und geht bis zu 300 Euro (ebenfalls ohne Antenne).
Es wird empfohlen, Neugeräte zu verwenden, da sich die im CB-Funk zulässigen Funkleistungen in der letzten Zeit geändert haben (besser geworden) und in Europa unterschiedliche Regelungen für den CB-Funk vorliegen. Die neuen Geräte entsprechen diesen Vorgaben und können per Knopfdruck auf die unterschiedlichen Länder-Normen eingestellt werden.
Die Reichweiten im CB-Funk sind sehr unterschiedlich und können von wenigen hundert Metern bis weltweit gehen. Der CB-Funk nutzt den Frequenzbereich des 11 m Bandes. Sowohl der Amateurfunk, als auch der „Familienfunk“ (PMR, Freenet) benutzen andere Frequenzbereiche. Die genutzten Frequenzbereiche haben Einfluss auf die Reichweite und stellen spezielle Anforderungen an die verwendete Antenne.
Soll eine entsprechende Reichweite erreicht werden, dann benötigt der CB-Funk entsprechende Antennen. Das trifft auch auf die Handgeräte des CB-Funkes zu. Die Familienfunkgeräte benötigen aufgrund der Frequenz, auf der sie senden, nur eine kurze Antenne.
CB-Funk-Geräte werden in drei Kategorien angeboten:
Handgeräte (zum Herumtragen mit Antenne ggf. auch externe, größere Antenne anschließbar)
Mobilgeräte (zur Verwendung im Kfz oder zu Hause – mit einer Vielzahl von möglichen Antennen, die am Kfz außen angebracht werden – fest oder per Magnet)
Heimgeräte (auch Mobilgeräte können als Heimgeräte genutzt werden. Meist werden dann größere Antennen angeschlossen.)
Je nach Art der Anlage und vor allem je nach benutzter Antenne und STANDORT (hoch bzw. frei stehend) können unterschiedliche Reichweiten erzielt werden.
Dazu folgende Tabelle, die ich von der HP Funkberatung entnommen habe:
http://www.funkberatung.de/cb-funk-und-reichweiten.html
„..... Wie schon beschrieben, sind die möglichen Reichweiten im 11m Band CB Funk sehr unterschiedlich und so kann es durchaus sein, das man mit einem Handfunkgerät wenn man auf einen Berg steht viel Kilometer schafft, aber in Wohngebieten eher an den Reichweiten verzweifelt.
Handfunk zu Handfunk ca. 500 Meter bis wenige Kilometer
Mobil zu Mobil ca. 1-15 Kilometer
Heimstation zu Heimstation ca. 5 - 60 Kilometer
Handfunk zu Mobil ca. 1-3 Kilometer
Handfunk zu Heimstation bis ca. 10 Kilometer (wenn sehr gute Bedingungen, sonst weniger)
Und wieso weltweit?
Nun, das 11m Band ist mit 26-27 MHz noch gerade im Kurzwellen Frequenzbereich, der bis 30 MHz geht. Danach spricht man von VHF (auch mal UKW genannt)..........“
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„....Hinweise:
Werden CB Handfunkgeräte an größeren CB Funkantennen betrieben - z.B. Stationsantennen für CB-Funk - dann sind die möglichen Reichweiten wie bei Mobilgeräten bzw. Heimstationen.....“
Es gibt große Stationsantennen, aber auch Balkonantennen und Mobilantennen (für das Kfz) und spezielle CB-Handy-Antennen. Man kann sich in das Thema bei „Funkberatung“ und anderen Seiten (einige nenne ich noch) einlesen, sollte aber unbedingt einen „kundigen“ Händler (kein Billig-Billig-China....) einbinden, der auch beraten kann.
CB-Funk – Verfügbare Geräte und Leistungen
Im Gegensatz zum „Familienfunk“, der nur mit 0,5 Watt senden darf, darf der CB-Funker nach der neuen Euro-Norm mit 4 Watt funken. Dies betrifft die Modulationsarten AM und FM. In der Modulationsart SSB darf sogar mit 12 Watt gefunkt werden (erheblich höhere Reichweiten).
AM und FM gehören zur Standardausstattung der in Europa zugelassenen Funkgeräte. SSB ist relativ neu, nicht sehr verbreitet und die Geräte sind erheblich teurer. Dazu kommt, dass SSB im Fahrbetrieb weniger genutzt werden kann, da es beim Bewegen ständig neue Justierungen benötigt. Das Fahrzeug müsste also entweder stehen oder der Beifahrer müsste justieren. Die Reichweiten sollen aber erheblich höher sein (bis zu 3 x).
Als Mercedes unter den Funkgeräten werden die Geräte von President bezeichnet. Es sollen extrem zuverlässige, sehr gut gebaute, lang haltbare Geräte sein. Die Firma hat eine spezielle Art der Rauschuntersrückung entwickelt und ist seit langem auf CB-Funk spezialisiert. Für einige der AM/FM Geräte bietet sie bereits die Funktionen CTCSS (Selektivrufsystem), die sonst nur im Amateurfunk zur Verfügung steht.
Achten sollte man darauf, dass die Kanäle 19 / 9 direkt angewählt werden können, da dies auf Fahrten günstig ist (u.a. Womo, Verkehr oder ähnliches).
Wie bereits geschildert, arbeitet der Amateurfunk auf anderen Frequenzen. Sollte sich jemand entschließen, im Laufe der Zeit die Amateurfunklizenz zu machen, kann es sinnvoll sein, ein Gerät zu kaufen, dass die Möglichkeit bietet, als Amateurfunkgerät „umgewandelt“ zu werden (höhe Watt-Leistung). Diese Möglichkeit bietet derzeit ein Gerät der Firma Albrecht und ein Gerät der Firma President. Im Gegensatz zu CB-Funkern dürfen Amateurfunker Geräte selbst bauen und auch modifizieren. CB-Funkern ist dies nicht erlaubt. Bei Zuwiderhandlungen ist mit Strafen zu rechnen.
Ein sehr interessantes Thema im CB-Funk ist die Weiterleitung über Relaisstationen (Reichweitenvergrößerung und ggf. Nutzung des Internets). Inwieweit dort zumindest Speicherplätze am Gerät vorhanden sein müssen, um eine Splitt-Funktion realisieren zu können, muss ich abklären.
Vielleicht gibt es aber Funkamateure oder wirkliche Kenner im Forum (ich bin das leider nicht, sondern ein „Einsteiger“), die hierzu mehr Informationen geben könnten.
Da im CB-Funk auch spezielle Kanäle für die Datenübertragung bereit gestellt werden, ist auch die Funktion Packet-Radio interessant. Damit beginne ich mich gerade zu beschäftigen. Vieles ist tot, aber soweit ich einigen Foren entnommen haben, beginnen Interessierte sich wieder damit zu beschäftigen. Im Amateurfunk steht diese Funktion selbstverständlich zur Verfügung. Vielleicht können wir auch hier einige Tips von Fachleuten erhalten.
Durch veränderte EU-Gesetze können viele Händler nun nicht mehr ins europäische Ausland liefern, da es für sie zu kostspielig würde. Das führte bereits zu heftigen Diskussionen in Foren.
Grund:
In Österreich soll sich die Prepperszene sehr vergrößern und die soll einen ganz neues Interesse an CB-Funk haben. Wir sind also in Gesellschaft
))
Noch zu erwähnen: CB-Funk geht auch virtuell. Smartphone spielen auch dort eine zentrale Rolle. Es können Gruppen gebildet werden und die Kommunikation steht weltweit zur Verfügung. Sie ersetzen den Familienfunk prinzipiell komplett (wenn W-Lan oder Handymasten zur Verfügung stehen).
Empfohlen wird hier das Programm Zello. Vermutlich über Google-Apps verfügbar.
Dazu die Funkberatung:
„.... Doch zuerst, was ist ZELLO überhaupt? (www.zello.com)
Zello bietet die Möglichkeit kleine Gruppen (Kanäle) aufzubauen, z.B. "meine kleine Gruppe".
Allte Mitglieder einer Gruppe können wie bei Funkgeräten im Wechselsprechen miteinander kommunizieren
Reichweite ist weltweit. Hat das Smartphonbe oder der PC einen Internetzugang = Verbindung steht
Gruppen können passwortgeschützt gegen Andere gesperrt werden
Bis zu ca. 100 Mitglieder pro Gruppe ca.
Sehr gute Klangqualität bei geringer Datenrate.
Neben Sprache sind auch Textmeldungen möglich..............“
Es gibt eine Reihe von Foren im Internet. Am besten irgendwo anfangen. Links gibt es dann dort. Einige Beispiele:
Http://www.neuner.de
Händler und Forum
Reparaturen
http://www.hm-funk.de/
http://www.bensons-funktechnik.de/
Das war es für heute. Ich bin Laie und würde mich über Anregungen und Kritik freuen.
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