Der damalige Text vom 16.03.2011 stand unter dem Eindruck der ersten Katastrophen-Berichte aus Fukushima
... und folglich muesste jener Text, auf den @Orodara sich bezieht, im Lichte der folgenden Monate etwas, aber nur etwas, s.u., "moderiert" werden.
Auch wenn es etwas zermuerbend ist:
Der Satz "Die bittere Lektion, die Japan jetzt lernen muss, ist, dass seine Bevoelkerung nach und nach wahrscheinlich wesentlich hoeheren Radioaktivitaetsdosen ausgesetzt werden wird, als jemals die ueberlebende Bevoelkerung von Hiroshima und Nagasaki." ist zwar langfristig immer noch grds. richtig, aber was man damals, wenige Tage nach dem Unglueck, das sich bis dahin eher noch weiter zu verschlimmern drohte, nicht wissen konnte, ist, dass -Glueck im Unglueck- das meiste durch anhaltende Winde auf's Meer getrieben werden wuerde.
Haette die genau umgekehrte Wetterlage geherrscht, haette die Evakuierungszone wesentlich groesser sein muessen und, wie bei einer sog. "schmutzigen Bombe", die Immobilienpreise waeren wohl bis nahe bei oder gar in Tokio eingebrochen und das geschilderte Szenario, dass Menschen, die es sich leisten koennen, in weniger verseuchte Gebiete Japans oder ins Ausland abwandern, waere eingetreten.
Das Angebot von Medwedjew damals kam nicht von ungefaehr! Die hatten ja Erfahrung mit den Spaetfolgen von Tschernobyl.
Dass die Sache nicht ausgestanden ist, hatte ich unter dem Begriff "Ahnenschwund" bereits mehrmals geschildert.
Die Krebsraten beginnen ebenfalls, wie mehrfach seit 2011 begruendet, zuzunehmen, vgl. 50-fache Schilddruesenkrebsrate bei Fukushima-Kindern.
Das sind nur die ersten Krebsarten, die sich frueh bemerkbar machen. Die epidemiologische Erfassung duerfte sich schwierig gestalten, da gerade aus diesem Gebiet viele Anwohner zuerst hastig in Behelfsunterkuenfte evakuiert wurden, nun aber vermutlich sich weiter ueber Japan verteilen werden. Warum sollte das anders sein, als bei unseren Zuwanderern, die mit ihren Unterkuenften unzufrieden sind?
Selbst Deutschland bekommt es ja nicht hin, solche Faelle epidemiologisch sauber zu verfolgen. Was wir seither von Japan wissen, wurde dort auch kraeftig vertuscht und z.T. herrschte in den ersten Monaten nach der Katastrophe die blanke Inkompetenz.
Also: wie bei Tschernobyl, wo das die Liquidatoren besorgten, hatten die Japaner Glueck, dass ihnen der Wind gnaedig war. Das ist so, wie man Glueck hat, wenn die Bremsen versagen und zufaellig haben sie an der Stelle einen Alleebaum gefaellt, und man kommt nur unsanft in der Wiese zum Stehen ...
Zu Neuseeland: aus eigenen Anwerbeversuchen von dort weiss ich, dass man bis ungefaehr 55 Jahre noch Chancen hat, unbefristet einzuwandern (man rechnet dann damit, dass derjenige noch zehn Jahre dort arbeitet und einzahlt - Gesundheit wird ueberprueft!), danach projektbezogen befristet.
Hier kann man sich informieren, wen die suchen:
http://skillshortages.immigration.govt.nz/
http://newzealandnow.govt.nz
Viel Erfolg ...
Merkel sucht derweil afrikanische Lokfuehrer ...
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Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
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