Ellis Bitte: Wirtschaft: Profiteure der neuen „Flüchtlingsindustrie“

Leserzuschrift, Mittwoch, 04.11.2015, 18:27 (vor 3744 Tagen)3734 Views

Ellis Bitte nach einem Ruck http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=380800 einmal aufgreifend möchte ich einmal die – mitunter nicht ganz unzynische – Frage in den Raum werfen, wer denn wirtschaftlich von der neuen „Flüchtlingsindustrie“ profitiert?

Das DGF ist in erster Linie ein Börse & Wirtschaftsforum; viele der Schreiber sind erfahrene und erfolgreiche Anleger, Spekulanten und Investoren. Warum wird derzeit aus euren Reihen so viel auf die „Flüchtlinge“ und die Politik geschimpft? Habt ihr einfach einen neuen „Trend“ verschlafen? Die neue Flüchtlingsindustrie?

Spätestens im Moment der merkelschen Absonderung „Wir schaffen das!“ hättet ihr doch rufen müssen „Heureka“ und hättet vermutlich immer noch ordentlich daran partizipieren können.

Lassen wir den Personenkreis der „Flüchtlinge“ einmal bewusst gänzlich außen vor. Auch jenen Personenkreis der Nicht-Profiteure (nennt man die dann Confiteure?) wie die Heere von Ehrenamtlern, Ärzten, Hilfskräften, Polizisten, Grenzschützern, … uswusf … welche sich den Hintern aufreiben dürfen.

Es gibt sie doch: die Profiteure!

Jene Personen in Deutschland welche jetzt und auch gerade trotz des Leids einer großen Zahl von Menschen richtig Reibach machen.

Eine interessante „Wirtschaftsnachricht“, welche mindestens hier „Welcome - Preise für Container“ http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=374228 von @Apostroph schon einmal angemerkt wurde und durch verschiedenste Medien ging. Auch hier z.B.:

„Containerhersteller verzehnfachen ihre Preise“
http://www.welt.de/wirtschaft/article147115460/Containerhersteller-verzehnfachen-ihre-P...

Die Preise für Wohncontainer erreichen aufgrund marktwirtschaftlicher Grundgesetze in Form von Angebot vs. Nachfrage aber sicher auch eines menschlichen Makels – der Raffgier – neue Höchstwerte.

Meine Ressourcen der größer angelegten Wirtschaftsrecherchen sind leider begrenzt, daher hier meine Frage – welche auch als Ansporn verstanden werden darf – zur Diskussion gestellt:

Wer sind die Profiteure dieser Preiserhöhungen? (… welche sich im Übrigen doch sicherlich annähernd vollständig auf die Marge durchschlagen sollten)

Nehmen wir der Einfachheit halber an, der zur Verfügung stehende „Wohnraum“ für grob 200.000 eingetroffene Asylantragsteller in 2014 sei ausgereizt worden bzw. für die irgendwann einmal geschätzten 300.000 zusätzlichen in 2015 hätte man zumindest einen „Plan“ gehabt.

Dann müssten den Anbietern von „Wohncontainern“ bei den Hochrechnungen mit bis zu 500.000 zusätzlichen Antragstellern in 2015 von Lachattacken geschüttelt doch die Freudentränen in die Augen getreten sein – oder etwa nicht?

Wie viele Anbieter/Hersteller für Wohncontainer gibt es in Deutschland?
Wer sind die Gesellschafter resp. Anteilseigner eben jener?
Wussten jene von ihrem Glück?
Wie hoch sind die Fertigungskosten für einen Container und wie groß ist die Marge?
Für wie viele Personen ist solch ein Wohncontainer ausgelegt?
Zusatzfrage für VT’ler: Finden sich unter den Anteilseignern auch: Politiker (oder deren Ehepartner), Versicherungen, Banken, Kapitalinvestmentfirmen, … ?

Vielleicht hat ja jemand Zeit und Muße hierzu ein paar Schätzungen abzugeben oder gar Recherchen und Berechnungen anzustellen.

(Zynisch) Ich ärgere mich derweil nicht frühzeitig gewinnträchtig investiert zu haben.

Herzlichst grüßend,
Birger

p.s. Nun schimpft die Politik auf o.g. Preiserhöhungen. Wirklich zu schade, dass die Mietpreisbremse offensichtlich nicht auf Wohncontainer angewendet werden kann – zu kurz gedacht liebe GroKo, lieber Bundestag, …

p.p.s. Zur Klarstellung: Ich wünsche keinem Menschen jemals in solche Not zu geraten, seine Heimat und Wurzeln aufgeben zu müssen und/oder um sein oder seiner Liebsten Leben fürchten zu müssen.


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