Das ist kein eigentlicher Tauermarsch oder -zug, sondern eine religiöse Veranstaltung, auch lt. Deiner Quelle ("Bonus")

azur, Dienstag, 27.10.2015, 13:30 (vor 3747 Tagen) @ Sorrento3412 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 27.10.2015, 13:38

Hallo Sorrento,

schaue in einer Wartezeit noch in Deinen Link, und finde wieder diese Erklärung - in der von Dir verlinkten Quelle:

"Tatsächlich fiel die Aschura, ein bedeutender muslimischer Feiertag, in diesem Jahr auf den vergangenen Freitag. An diesem Tag gedenken die Schiiten des Todes des Imam Husain in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680."

Darunter steht das etwas Dehnbare: „Während dieses Trauermarsches wurden nach unserem Kenntnisstand auch keine Flaggen des Islamischen Staates geschwenkt“

Es ist also kein Trauerzug für einen unlängst Verstorbenen, sondern eine religiöse Veranstaltung, ein religiöser Aufmarsch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Aschura

http://www.br.de/themen/bayern/aschura-islam-muslime102.html

"Schiitischer Trauertag, sunnitischer Fasttag

Aschura ist kein für alle Muslime verbindlicher Feiertag. Je nach Konfessionszugehörigkeit wird er sehr unterschiedlich und sogar an verschiedenen Tagen begangen: Während die Türken eine Süßspeise zum Gedenken an Noah kochen, geißeln sich in Bangladesch oder Pakistan Männer selbst, bis das Blut rinnt - und mit Noah hat das Ganze bei ihnen auch nichts zu tun, sondern mit dem Prophetenenkel Husain."

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Festtage

Die Moslems verbinden damit sicher mehr.

Ein Trauerzug für einen vor 1.335 Jahren verstorbenen Gotteskrieger?

https://de.wikipedia.org/wiki/Al-Husain_ibn_%CA%BFAl%C4%AB

"al-Husain ibn Ê¿AlÄ« (arabisch ‏الحسين بن علي‎, DMG al-Ḥusain b. Ê¿AlÄ«; * im Januar 626 in Medina; † 13. Oktober 680 in Kerbala) war der jüngere Sohn von Ali ibn Abi Talib und Fatima bint Muhammad, ein Enkel des Propheten Mohammed und somit ein Mitglied der Ahl al-bait.

Husain (auch Hussain und Hussein) ist eine zentrale Figur im schiitischen Glauben."

Also ganz so locker kann ich das nicht sehen, wie es immer wieder in den Berichten über die "Trauerveranstaltung" anklingt.

Viele freundliche Grüße

azur


PS: "Bonus": Die ARD veröffentlicht den Brief einer Zuwanderungs-Helferin ganz prominent auf der TS.de oben - und das sicher nicht, weil darin etwas steht, dass nicht auch gern propagiert wird:

"Wir waren in diesem Zelt, aber wir waren nicht mehr in Deutschland. So etwas hätte ich nie vor meiner Haustür erwartet. An diesem Abend machte sich eine Gruppe von etwa 100 jungen Männern auf nach Schweden.

In einer anderen Ecke saßen die Iraner und diskutierten ihr Spezialwissen. Sie hatten den Afghanen Schweden schmackhaft gemacht. Von ihnen kam das Gerücht. Einer der Iraner fragte mich: 'Was ist besser, Norwegen, Island oder Liechtenstein?"

http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-brief-schayani-101.html

Hintergrund: "Isabel Schayani berichtete von September 2014 bis Oktober 2015 für die ARD aus New York. Zuvor war sie neun Jahre lang Mitglied der Monitor-Redaktion und kommentierte für den WDR in den tagesthemen. In Bonn studierte die Tochter eines persischen Vaters und einer deutschen Mutter Islamwissenschenschaften und war in der nicht-organisierten Flüchtlingsarbeit aktiv."

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