Die Ausbildung zum Sozialarbeiter findet an den Fachhochschulen statt, nicht an den Universitäten.
Die Fachhochschulen sind ein spezifisches deutsches Thema. Soweit ich weiß, sind sie international nicht anerkannt. Die Ausbildung dort ist nicht mit einer Universitätsausbildung zu vergleichen und erfordert auch keine Allgemeine Hochschulreife sondern die Fachhochschulreife. Die Fachhochschulreife wiederum hat außer dem Namen "Fachabitur" nichts mit dem normalen Abitur zu tun. Sie dauert 2 Jahre, ist spezialisiert auf den technischen, wirtschaftlichen oder sozialen Bereich und besteht zu einem großen Teil aus Praktika, die dann von theoretischem Unterricht begleitet werden. Der gesamte Schwerpunkt der Ausbildung liegt stärker auf dem Praktischen und die Ausbildung an der Fachhochschule gilt zudem als "verschult". Also eine komplett andere Ausrichtung als die ursprünglichen Intentionen der Universitäten, die dem Thema FORSCHUNG UND LEHRE verpflichtet sind und sehr viel Wert auf Eigenständigkeit legt (zumindest an den guten Universitäten). So haben es z.B. zumindest die LMU und die TH München in den letzten Jahren in den Kreis der besten europäischen Hochschulen geschafft. Dieser Trend wird sich fortsetzen und zukünftig wird die Frage weniger sein, WELCHEN Abschluß man hat, sondern auf WELCHER SCHULE und auf WELCHER UNIVESITÄT man ihn gemacht hat.
Zu den Fachhochschulen kommen noch Reihenweise "private" Hochschulen, die oft auch auf die Allgemeine Hochschulreife verzichten, sich dieses Entgegenkommen jedoch per Jahresbeitrag fürstlich bezahlen lassen. Auch dort werden alle möglichen "bunten" Fächer ausgebildet, wobei die internationale Anerkennung dieser Institutionen in der Regel auch nicht gegeben ist.
Da der soziale Bereich als "leicht" und wenig lernintensiv gilt, zieht er besonders Frauen an. Der Sozialbereich der Fachoberschulen und Fachhochschulen gilt als überlaufen. Es werden jährlich große Mengen dieser Ausgebildeten auf den Markt gebracht. Da der Sozialwirtschaftliche Komplex den größten Teil der im Bundeshaushalt "verteilten" Mittel für sich reklamieren kann und insgesamt größter Arbeitgeber BRD ist werden sich die Zahlen sicherlich erhöhen. Die Entlohnung der Leute ist eher bescheiden, die Arbeit oft frustrierend (ganz so blöd, nicht zu begreifen, was läuft, sind die Leute ja auch nicht) z.T. sogar gefährlich, was bisweilen zu einem ausgeprägten Stockholmsyndrom führt. Jedoch kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Großteil der so Ausgebildeten kaum Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen hat und nicht begreift, woher das Geld kommt, das "dort" so freigiebig "ausgegeben" wird. Auch die gesellschaftlichen Konsequenzen werden sie in der Regel kaum abschätzen können.
Man zieht also, eine relativ "schmale" Ausbildung hat für gewisse Kreise eindeutig einen Wert. Die Leute sind leichter "einsetzbar".
Was die Psychologieausbildung betrifft, so handelt es sich um eine Hochschulausbilung mit einem starken Methodenteil (mathematisch/statistisch) und einem bereits seit Jahrzehnten hohen Numerus Clauses. Einen solchen Studienplatz in D zu bekommen ist schwieriger als einen in Medizin zu bekommen, weil die vielen Ausnahmeregeln, die es für Mediziner gibt, in diesem Bereich entfallen.
Das Studium bis zum Master dauert ca. 5 Jahre, danach die Promotion oder eine Fachausbildung in Verhaltenstherapeutischer oder Tiefenpsychologischer Richtung. Die autorisierten Institute lassen sich das gut bezahlen und es dauert ebenfalls ein paar Jährchen. Danach ist aber die Kassenzulassung da. Noch können etliche davon gut leben. Da die Entlohnung besser ist. als in einer üblichen Allgemeinsarztpraxis entsteht in diesen Praxen jedoch bereits eine erhebliche Konkurrenz. Kurze Nebenausbildungen für Ärzte ermöglichen es diesen, auch "therapeutisch" tätig zu werden, obwohl in der Regel eine breit angelegte Grundausbildung fehlt. Doch: Der Verband ist mächtig und so geht das.
Was den Einsatz von Psychologen und therapeutisch arbeitenden Ärzten betrifft (dort gibt es ebenfalls sehr unterschiedliche und auch sehr unterschiedlich zeitaufwendige und intensive Qualifikationsmöglichkeiten - Psychater/Psychoanalytiker etc.), so wird zumindest im Bereich der niedergelassenen Therapeuten in den letzten Jahren verstärkt versucht, Problem-Migranten - oft auch Jugendliche - "auf der Couch" zu "integrieren".
Da aber genau diese Art der Behandlung (gleichgültig ob sitzend oder liegend) den Glauben an ein gewisses Weltbild voraussetzt, ist der Erfolg fraglich. Auch habe ich aus Gesprächen mit therapeutisch arbeitenden Freunden entnommen, dass es oft an rudimentären Fähigkeiten, das tägliche Leben zu bewältigen fehlt (z.B. Fähigkeit, sich selbst zu ernähren)und dass man nicht weiß, wie man DIESES Manko in Therapien bewältigen soll. - Eine einfache, aber ordentliche Berufsausbildung wäre also an erster Stelle angebracht!
Was wieder zu der Crux führt, die wir in diesem Lande generell mit den die Parallelgesellschaften bewohnenden Migranten haben: Es fehlen Niedriglohnarbeitsplätze! Diese sind in die Herkunftsländer der Migranten exportiert worden. Die Frage, die sich daher stellt ist: HOLEN WIR DIE ARBEITSPLÄTZE ZURÜCK, oder schicken wir die Armutsmigranten an die Stellen zurück, wo sie sich ihren Lebensunterhalt mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten erwerben können? Ich plädiere für Investitionen in ein menschenwürdiges Umfeld in den Herkunftsländern, denn ansonsten sehe ich hier (bei fortlaufender Zuwanderung von schwerst auszubildenen Armutsflüchtlingen) ein von dieser Gesellschaft nicht zu bewältigendes Problem. Ausbildungshilfestellungen etc. sollten dabei selbstverständlich sein.
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