Bericht von meiner Zugfahrt von Wien nach Salzburg vor zwei Wochen

Leserzuschrift, Freitag, 25.09.2015, 13:05 (vor 3777 Tagen) @ Olivia5901 Views

Bin vor 2 Wochen ebenfalls selbst mit dem Zug abends von Wien nach Salzburg gefahren. Am Bahnsteig einige Helfer, die gerne Auskunft über alles geben und mitfühlend beistehen. Kurz bevor der Zug abfahren hätte sollen, kamen plötzlich Hunderte Asylanten angerannt und haben den Zug gestürmt mit „Germany, Germany“ – Rufen. Offensichtlich hatte ihnen gerade jemand verraten, dass dieser Zug nach Salzburg fährt und es dann von dort nach Deutschland weitergeht. Der Zug hatte dadurch 20 Minuten Verspätung, darüber regt sich natürlich niemand mehr auf, alles ganz normal. 1. Klasse war von „Autochthonen“ spärlich besetzt, in der 2. Klasse saßen ca. 200 Asylanten und 20 Österreicher. Darunter ich.

Fast ausschließlich Männer, die meisten davon jung bis sehr jung. Allesamt gut gekleidet und wie oftmals berichtet mit neuen Mobiltelefonen ausgestattet. Die jungen unter ihnen alle feste am Whatsapp–Nachrichten schreiben, auf arabisch. Nehme nicht an, dass diese einen österreichischen Vertrag hatten, da sie gerade von Ungarn kamen, so wie alle anderen. Und mit größter Wahrscheinlichkeiten vorher noch nie in Österreich waren. Wer diese Dienste also bezahlt, ist schon mal sehr dubios, da hier österreichisches Netz benutzt wird und Datenroaming abartig teuer ist. Zumal diese Neoeuropäer auch kein Konto haben dürften in der Heimat, welches man belasten könnte. Aber das nur als Detail nebenbei.

Wider meiner Erwartungen kam schließlich auch der Zugschaffner durch, bin im ersten Waggon gesessen, zusammen mit 2 Österreichern und vielleicht 40 Arabern. Dieser hatte sehr charmant die Asylanten angelächelt mit der kursorischen Frage in die Runde: Syrer? – ohne jemand bestimmten dabei anzusehen. Was diese natürlich umgehend mit einem Yes, yes quittierten. Heutzutage ist schließlich jeder Syrer. Als er zu mir kam, eröffnete ich das Gespräch, ob ich nun bezahlen müsse oder wie er sich das vorstelle. Darauf wurde er sofort ungehalten, was ich meine. Darauf gab ich zurück, dass alle anderen hunderten hier nichts bezahlt hätten, wozu ich also bezahlen soll, das sei Diskriminierung. Sofort wurde ich in feinster Bessermenschenmanier angeherrscht, was das soll, ob ich denn Syrer sei. Worauf ich fragte, ob er wisse, dass ich es nicht sei, bzw. wie er das wissen könne, ob das einfach nur nach Aussehen und „Gefühl“ beurteilt werde, bzw. woher er denn wisse, dass all die Araber hier Syrer seien. So ging das eine Weile weiter ohne jedes Argument, sondern Beschuldigungen gegen mich, hier ein übles Spiel spielen zu wollen. Zahlen musste ich natürlich trotzdem.

Die Personen waren außerordentlich übelriechend, was nach dem Weg irgendwie auch klar war. 2 Mal gab es in diesem High-Tech–Zug noch Rauchalarm. Offensichtlich kein Problem. Muss man verstehen, dass hier geraucht wird. Früher einmal gab es dafür horrende Strafen. Zumindest für Österreicher.
Das war vor 2 Wochen, mittlerweile sind die Grenzen halbwegs dicht, was vor kurzem auch zu einem gigantischen Megastau in und um Salzburg führte. Der große Autobahn-Grenzübergang Walserfeld auf nur einen Fahrstreifen verengt, warum auch immer. Vermutlich keine Beamten mehr über, um zumindest alle Fahrstreifen offen zu lassen. Ebenso Kontrolle in Freilassing, das direkt an Salzburg-Stadt angrenzt. Dadurch täglich umfangreiche Staus. Besonders bitter für die mehreren tausend Salzburger, die sich aus Kostengründen im nahen Freilassing angesiedelt haben und nun nicht mehr mit dem Zug fahren können, da bis auf Weiteres suspendiert und so Tag für Tag im Stau stehen müssen. Eine bereits vorher chronisch überlastete Strecke. Zudem ist Freilassing mit 16.000 Einwohnern zu einem Einkaufsmekka umfunktioniert worden, da deutsche Preise wesentlich günstiger, was nun nicht mehr in dem Umfang genutzt wird, da sich das kein Salzburger mehr freiwillig antut. So weit, so schlecht. Das nur nebenbei als eine der vielen absurden Auswirkungen, die sich durch diesen Irrsinn ergeben.

In Salzburg Stadt lagern nun Tausende Asylanten, bisher zu einem Teil in der Bahnhofsgarage, welche eigens dazu gesperrt wurde. Diese wurde nun für die Maximalzahl von 800 Personen kontingentiert, alle andern müssen draußen bleiben, bei derzeit 5 -8 Grad in der Nacht. Der Bürgermeister hat bereits gestern verlauten lassen, es müsse umgehend eine Regelung gefunden werden, da sonst in absehbarer Zeit kein normaler Betrieb mehr am Bahnhof Salzburg stattfinden kann, oder auch gar keiner. Das mal zur Teillage in Salzburg.

Beste Grüße


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.