Sehr interessante Geschichte, vielen Dank - Stalins hätte auch Unfrieden wahren wollen (Bonus: Marsch auf Berlin)
Danke, sehr interessante Geschichte.
Aus dem o. g. Artikel übrigens noch dieser Gedanke: "Einen weiteren Gewinn aus der Eingliederung der deutschen Gebiete in den polnischen Nachkriegsstaat und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung sah Stalin darin, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen auf Jahrzehnte belastet sein würden. Teile und herrsche, war das Motto der Sowjetführung. Aber in welchem Umfang sollte Polen auf Kosten der Deutschen entschädigt werden?"
In diesem Zusammenhang gibt es noch reichlich Geschichten, wo durch die auf Grund der Verträge von Versailes herabgesetzte Truppenstärke Deutschlands, eine Rolle spielte*:
U. a. https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzmark_Posen-Westpreu%C3%9Fen#Geschichte
https://de.wikipedia.org/wiki/Posener_Aufstand_%281918%E2%80%931919%29
Siehe vor allem das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzschutz_Ost
( https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Reichswehr )
https://de.wikipedia.org/wiki/Oststaat-Plan
Und: https://de.wikipedia.org/wiki/Aufst%C3%A4nde_in_Oberschlesien
"Die angespannte Sicherheitslage, Terror und Gegenterror in Oberschlesien vor und während des Plebiszits am 20. März 1921 kosteten auf beiden Seiten ca. 3000 Menschen das Leben. Am 20. November 1920 ermordeten polnische Nationalisten den ehemaligen Weggefährten und späteren Leiter des Bundes der Oberschlesier, Theofil Kupka. Aber auch nach der Volksabstimmung in Oberschlesien (Stimmenverhältnis: 700.605 bzw. 59,6 % für Deutschland, 479.359 bzw. 40,4 % für Polen) besserte sich die Lage kaum. Die Spannungen mündeten in den Dritten Aufstand, der in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1921 ausbrach und bis zum 5. Juli 1921 dauerte. Die polnische Regierung stellte unmissverständlich klar, dass sie den Aufstand missbilligte, und berief Korfanty vom Plebiszitkommissarposten ab.[4]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Aufst%C3%A4nde_in_Oberschlesien#Dritter_Aufstand_.E2.80.9...
https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_in_Oberschlesien
https://de.wikipedia.org/wiki/Spezialpolizei_des_Oberschlesischen_Selbstschutz
https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmabteilung_Ro%C3%9Fbach
(dann gingen viele solcher Strukturen später in SA und Reichswehr auf)
(allein die Geschichte Schlesiens, ist ja sehr bewegt. Allein die Kriege des alten Fritzen darum, und deren Folgen...)
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Bonus: Apropos Schwarze Reichswehr - die wollte, wie bei Kapp-Putsch, wo die Reichsregierung aus der Hauptstadt vertrieben wurde "aus wiki: "Der Putschversuch brachte das republikanische Deutsche Reich an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die sozialdemokratischen Mitglieder der Reichsregierung zur Flucht aus Berlin", ebenfalls einen Marsch auf Berlin anzetteln: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCstriner_Putsch und vor allem: http://www.bernhard-sauer-historiker.de/sauer_marsch_auf_berlin.pdf
(und noch eine damals sehr bedeutende Geschichte: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Leo_Schlageter , die sogar solche Folgen hatte: "Kurz darauf sorgte eine Rede für Aufsehen, die Karl Radek am 20. Juni 1923 auf dem 3. Plenum des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (EKKI) hielt. Darin nannte er Schlageter einen „Märtyrer des deutschen Nationalismus“ und sprach − bezugnehmend auf den Titel eines Romans Friedrich Freksas[71] − von Schlageter als einem „Wanderer ins Nichts“, wenn die „nationalistischen kleinbürgerlichen Massen“ nicht gemeinsam mit den kommunistischen Arbeitern gegen das Kapital kämpfen wollten. Damit vertrat Radek eine neue Linie der KPD, die 1923 unter starkem Bezug auf patriotische Themen, „die sich proletarisierende Mittelschicht“ für sich zu gewinnen suchte. Diese neue Politik wird ob der Rede auch als „Schlageter-Linie“ bezeichnet.[72] Dem französischen Historiker Louis Dupeux zufolge entwickelten Radek und die Führung der KPD mit der „Schlageter-Linie“ eine großangelegte Strategie, um über die Einheitsfront hinaus die Mittelschicht und damit endlich eine breite Mehrheit für die Revolution zu gewinnen. Die neue Politik der KPD führte zu einer Diskussion mit Nationalisten (wie Ernst Graf zu Reventlow und Arthur Moeller van den Bruck) in der Presse, öffentlichen Konfrontationen und Aufrufen, aber nur ganz selten zu echter Zusammenarbeit und wurde im September 1923 wieder aufgegeben."
"Gegner Radeks in der KPD, darunter etwa Ruth Fischer haben die Rede als Beleg angeführt, Radek habe eine Einheitsfront zwischen deutschen Nationalisten, der Armee und der Kommunistischen Partei angestrebt"
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Radek
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*) die Auseinandersetzungen und Verletzungen aus den 20ern, waren natürlich noch 20, 30 Jahre später sehr präsent. Wenn man bedenkt, dass das in etwa so weit zurück lag, wie heute die deutsche Wiedervereinigung.
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