Auszeit für abrahamitische Mythen

Sligo, Mittwoch, 26.08.2015, 06:37 (vor 3803 Tagen) @ Phoenix52750 Views

Das ist die eigentliche Aussage, wenn Terror und Gewalt gegen
Andersgläubige und Andersdenkende, Frauenverachtung, Bildungsphobie, etc.
von der politischen und medialen Propagandafront mit dem Spruch "Das hat
mit dem Islam nichts zu tun" quittiert wird. Tatsächlich IST das der
Koran. Der IS ist keine radikale Auslegung des Koran, sondern seine getreue
Erfüllung. Am Koran gibt es nichts zu interpretieren. Wer das behauptet,
der lügt oder/und hat den Koran nie gelesen. Und wer glaubt, dass Jesus
und Mohammed - abgesehen von ihren monotheistischen Wurzeln - irgendetwas
gemeinsam hätten, der irrt gewaltig.

Noch nie habe ich die Aussagen/Lehren der beiden Religionsgründer (Jesus
möglicherweise wider Willen?) besser gegenübergestellt gelesen als
kürzlich bei Mark. A Gabriel in seinem Buch
Jesus
und Mohammed
. Dem Mann kann man nicht nachsagen keine Ahnung vom
Islam zu haben, war er doch schon als Kind ein kleiner Wunderknabe, der den
Koran auswendig kannte, hatte später Islamgeschichte in Kairo studiert, an
der Al-Azhar Universität unterrichtet und als Imam in der Moschee in Gizeh
gepredigt, bevor er am Islam zu zweifeln begann (und sich dafür Gefängnis
und Folter einhandelte), schließlich flüchtete, zum Christentum
konvertierte und in den USA am christlichen Lehramt studierte. Unter
Einbeziehung der Hadithen zeichnet Gabriel ein Bild von Mohammed, das mich
oft - zu meiner eigenen Überraschung - sprachlos zurückgelassen hat. Der
Kontrast zwischen Jesus und Mohammed kann stärker nicht sein. Spätestens
mit diesem Buch wird klar, dass eine derart uninspririerte, extrem
materialistische, beinah schon profane, betont anti-spirituelle, brutale,
auffällig improvisierte, plump zusammengestückelte und auf sich selbst
referenzierende Lehre wie der Islam sich unter keinen Umständen freiwillig
hätte ausbreiten können. So etwas kann einem nur durch brutale
Unterwerfung indoktriniert werden, was auch Mohammed wusste und in die Tat
umsetzte.

Man kann keinen Linken mehr ernst nehmen, der gegen den Faschismus
ankämpft, ohne dieses Buch (das wesentlich konkreter ist als das verbotene
"Mein Kampf") in seine Kritik miteinzubeziehen. Es ist, wie schon immer
befürchtet: Der Kampf gegen Rechts (ausgebrütet in
radikalkapitalistischen, globalistischen Think Tanks) ist beim linken
Fußvolk bloß eine "Feel-good-Ideologie" (und bei der Antifa ein
sinnstiftendes Hobby verwahrloster Jugendrebellen), die einen Nachts mit
dem Gefühl schlafen lässt, zu den Guten zu gehören. Echte Bedrohungen
dagegen erschüttern das eigene Sicherheitsempfinden und werden deshalb
ausgespart - schlichtweg aus persönlicher Feigheit (man könnte ja bedroht
werden) und aus Angst vor dem eigenen Umfeld als schlechter Mensch
dazustehen.

Gruß
Phoenix5

Hi Phoenix5

danke für den Literaturhinweis, werde diesem nachgehen.

Bin gerade heute über Nick Redfern's 'Bloodline of the Gods'(NewPageBooks.com) gestolpert, in dem er zum Ende des Buches darüber spekuliert, wie die Menschheit wohl darauf reagieren würde, wenn sie erkennt, daß es keinen Gott sondern nur lediglich Besucher aus dem All gab, die man in allen Kulturen als Götter verklärte.

Unsere Zivilsation oder was davon übrig geblieben ist, könnte mal eine abrahamitische Auszeit von einigen Jahrhunderten vertragen um wieder in Schwung zu kommen. Just dreaming.

Morgengruß,
Sligo


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